Exklusive Euronews-Umfrage: Wie ist die Stimmung nach dem Skandal in Portugal?

Geschäftsführender Ministerpräsident von Portugal, Antonio Costa.
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In einer exklusiven Umfrage hat Euronews in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Nachrichtenmagazin "Jornal Sol" die Einstellung der Wähler nach den dramatischen Entwicklungen untersucht.

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Portugal steht am Scheideweg: Nach dem überraschenden Rücktritt von Ministerpräsident Antonio Costa und der Auflösung des Parlaments durch Präsident Marcelo Rebelo de Sousa stehen im März vorgezogene Wahlen an. Hintergrund sind Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung. 

83% halten Neuwahlen für richtig

In einer exklusiven Umfrage hat Euronews in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Nachrichtenmagazin "Jornal Sol" die Einstellung der Wähler nach den dramatischen Entwicklungen untersucht.

Mehr als 78 Prozent finden den Rücktritt Costa nach Bekanntwerden des Skandals richtig. 83 Prozent halten es ebenfalls für richtig, dass der Präsident sofort Neuwahlen angesetzt hat.

Welche Parteien liegen vorn?

Wie stehen die Parteien mehrere Monate vor den Wahlen da? Die sozialdemokratische Oppositionspartei erhält in der Umfrage mit 22 Prozent die größte Zustimmung. Die Sozialisten werden mit 19,5 % als zweitstärkste Kraft gesehen. Die rechtsextreme Chega-Partei würde ihre Position als drittgrößte Partei mit fast 13 % festigen.

Die sozialdemokratische Oppositionspartei erhält in der Umfrage mit 22 Prozent die größte Zustimmung.
Die sozialdemokratische Oppositionspartei erhält in der Umfrage mit 22 Prozent die größte Zustimmung.Euronews

Aber der Skandal, der die Regierung zu Fall gebracht hat, ist laut unserer Umfrage nicht das wichtigste Thema für die Wähler:innen. Fast 53 Prozent der Befragten sind über den Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens beunruhigt. Für 38 Prozent sind die Inflation und Lebenshaltungskosten die Hauptsorge. Für 27 bis 28 Prozent der Befragten stehen Wohnen und Bildung an erster Stelle.

Fast 53 Prozent der Befragten sind über den Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens beunruhigt.
Fast 53 Prozent der Befragten sind über den Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens beunruhigt.Euronews

Die Wahlen am 10. März werden von Beobachtern in Brüssel aufmerksam verfolgt. Sie können einen Hinweis darauf geben, wie die Menschen bei den Europawahlen, nur drei Monate später, abstimmen werden.

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