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Kremlgegner Nawalny sendet diese Botschaft an Russland

Foto eines Besuchs einer Gruppe von russischen Beamten in der Gefängniskolonie in Charp.
Foto eines Besuchs einer Gruppe von russischen Beamten in der Gefängniskolonie in Charp. Copyright The Russian Federal Penitentiary Service via AP
Copyright The Russian Federal Penitentiary Service via AP
Von euronews mit dpa, afp, ap
Zuerst veröffentlicht am
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Die USA sind "tief besorgt" über die "Haftbedingungen" des russischen Oppositionellen Alexei Nawalny, der in einer Strafkolonie in der russischen Arktis wieder aufgetaucht ist, nachdem er fast drei Wochen lang verschwunden war.

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Die USA sind "tief besorgt" über die "Haftbedingungen" des russischen Oppositionellen Alexei Nawalny, der in einer Strafkolonie in der russischen Arktis wieder aufgetaucht ist, nachdem er fast drei Wochen lang verschwunden war.

Washington fordert "sofortige Freilassung" Nawalnys

Die USA drängten zudem Moskau, die "zunehmende Unterdrückung unabhängiger Stimmen in Russland" und die "bösartige Verfolgung" des 47-Jährigen zu beenden.

Für Nawalnys Sprecherin, Kira Jarmysch, die am Montag verkündet hatte, dass sie ihn endlich nach einer langen und akribischen Suche gefunden hatten, ist die Verlegung in diese entlegene Strafkolonie kein Zufall.

"Es gibt keinen FSIN-Brief (ein Online-System für die Zustellung von Briefen, das von den russischen Gefängnisbehörden betrieben wird), kein zonatelecom (Internet-Anrufsystem der russischen Strafvollzugsbehörden), so dass es praktisch unmöglich ist, ihn direkt zu kontaktieren, das deutet darauf hin, dass sie ihn absichtlich in genau dieses Gefängnis geschickt haben, um Alexei so weit wie möglich zu isolieren und ihm keine Möglichkeit zu geben, mit der Außenwelt zu kommunizieren," so Jarmysch.

Neues Straflager "Polarwolf" ist 2000 km von Moskau entfernt

Charp, eine kleine Stadt mit etwa 5.000 Einwohnern, liegt im Autonomen Kreis der Jamal Nenzen, einer abgelegenen Region, jenseits des Polarkreises. Dort herrscht Dauerfrost.

Nawalnys Botschaft

Nawalny schien dennoch zuversichtlich. Auf dem Kurznachrichtendienst X, verglich er sich selbst mit dem Weihnachtsmann, jetzt da er sich im hohen Norden befinde und einen Bart habe. 

Es gebe jedoch im Straflager leider keine Rentiere, dafür aber "riesige, flauschige und sehr schöne Schäferhunde."

Aufgrund seiner neuen Rolle als Weihnachtsmann, stelle sich natürlich die Frage der Geschenke, so Nawalny weiter. Um dann hinzuzufügen, er sei ein ganz besonderer Weihnachtsmann, nur jene, die sehr unartig gewesen seien, würden Geschenke von ihm bekommen.

Das Ziel Moskaus: Nawalny zum Schweigen bringen

Für seine Mitstreiter ist die Verlegung ein klarer Schachzug Moskaus.

Nawalny sei immer noch der Hauptfeind von Präsident Wladimir Putin. Und so solle verhindert werden, dass Nawalny die Präsidentschaftswahl 2024 störe und andere zum Widerstand motiviere.

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