Tech&Fest in Grenoble: Start-ups für eine bessere Welt

Roboter für eine bessere Welt auf der Tech&Fest in Grenoble in Frankreich
Roboter für eine bessere Welt auf der Tech&Fest in Grenoble in Frankreich Copyright Euronews
Von Alessio Dell'AnnaEuronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

In Grenoble hat die erste Ausgabe des Technologie-Treffens "Tech&Fest" stattgefunden. Woran arbeiten die Start-ups?

WERBUNG

Grenoble, das Silicon Valley Frankreichs, hat seine erste große Tech-Veranstaltung gestartet. Über 10.000 Fachleute und Hunderte Start-ups sind hier, um über das Beste der europäischen Technologie zu diskutieren und zu feiern.

Felix Martel ist Ingenieur bei CEA und erklärt, woran sein Unternehmen forscht. "Wir haben am CEA einen Chip entwickelt, der die elektrische Aktivität des Gehirns aufzeichnen kann. Der Zweck dieser Algorithmen ist es, die motorischen Absichten von Patienten mit schweren motorischen Behinderungen zu entschlüsseln, um ihnen die Steuerung von Effektoren zu ermöglichen, z. B. eines Roboterarms oder eines Exoskeletts".

Batterien ohne giftige Metalle

Im Bereich grüne Energie wurden diese Biokraftstoffbatterien vorgestellt, die kein giftiges Metall enthalten.

Andy Chilton ist der Leiter der Kommunikationsabteilung von BioEnzymatic Fuel Cells, er erklärt: "Es handelt sich um eine Brennstoffzelle aus Papier, die einen physiologischen Prozess mit Hilfe von Enzymen, Sauerstoff und Zucker nachahmt".

Auch die Energiesicherheit Europas war ein zentrales Thema.

Recyclebare Solarzellen aus Frankreich

Antoine Chalaux von ROSI Solar bestätigt, dass Nachholbedarf in Europa besteht. Er sagt im Gespräch mit Euronews: "Das ist im Moment eine kritische Frage. Die meisten Solarmodule, die wir installieren, werden in China entwickelt. Wir müssen unsere Produktionskapazitäten in Europa haben. Wir sind das erste Unternehmen weltweit, das in der Lage ist, all diese Materialien aus ausgedienten Solarzellen zurückzugewinnen."

Aufblasbare Basislager auf anderen Planeten

Europa möchte auch eine größere Rolle in der Raumfahrt spielen.

Spartan hat ein aufblasbares Basislager für den Weltraum entwickelt. Es ist das erste, das in einen mittelgroßen Lander passt. Die Entwickler hoffen, dass es helfen wird, die ersten europäischen Astronauten vor 2030 zum Mond zu bringen.

Peter Weiss, CEO von Spartan Space, meint: "Es gibt einen kleinen Mangel an europäischen Beiträgen für Landemissionen oder im Orbit, und dieses Habitat könnte in Zukunft als Basislager für Astronauten dienen."

Die Organisatoren von tech&fest sind stolz auf das, was die Veranstaltung bisher erreicht hat.

Tech&Fest für eine bessere Welt

Laura Perrard, Tech&Fest-Mitbegründerin, sagt: "Die Idee ist, all diese Menschen zu verbinden, um eine bessere Welt zu schaffen"

Christophe Ferrari, Präsident der Métropolregion Grenoble, setzt auf die Start-ups.

"Wir sind heute das industriellste Gebiet Frankreichs und nach Paris der zweitgrößte Inkubator für Start-ups. Die Technologie ist hier. Der Sinn der Dinge ist da".

Ferrari deutete auch an, dass es im nächsten Jahr eine zweite Ausgabe des Tech&Fest geben könnte. Für den Moment ist das alles aus Grenoble.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

KI und Europawahlen: Kann die neue Technologie den Euroskeptizismus schüren?

Europäische Technologieunternehmen hinken der US-Konkurrenz hinterher

Die vier Technologien, die die EU schützen will - besonders vor China