Zehntausende Menschen sind in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, um gegen die Migrationspolitik der CDU und ihr Abstimmungsverhalten im Bundestag zu protestieren.
Zehntausende haben am Wochenende in mehreren deutschen Städten gegen eine Zusammenarbeit zwischen der CDU und der AfD protestiert.
Laut Polizei versammelten sich am Sonntagnachmittag allein in Berlin etwa 160.000 Menschen zu einer Demonstration für den Erhalt der "Brandmauer". Die Veranstalter schätzten die Zahl der Teilnehmer sogar auf bis zu 250.000. Ursprünglich waren rund 20.000 Demonstranten erwartet worden.
Auch in Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Leipzig und weiteren Städten zogen die Proteste große Menschenmengen an.
Viele Demonstranten konzentrierten sich auf den CDU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz, der in der vergangenen Woche zwei neue Gesetzentwürfe zur Einwanderung in das deutsche Parlament eingebracht hatte. Sie hielten Plakate und Transparente hoch. Auf ihnen war unter anderem zu lesen "Fritz, hör auf Mutti", "Es ist 5 vor 1933" und "Kein Merz im Februar".
Merz - der Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl im nächsten Monat - brach am Mittwoch ein langjähriges Versprechen, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten, als er deren Stimmen akzeptierte, um seinen Migrationsvorschlag zu verabschieden.
Die Bundestagsabgeordneten stimmten daraufhin am Mittwoch mehrheitlich für den ersten Antrag der Union. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, die Migrationspolitik in fünf Punkten zu verschärfen.
Der Gesetzentwurf zur Begrenzung der Migration scheiterte am Freitag allerdings. Darin wurde ein zügigerer Entzug des Aufenthaltstitels sowie eine Erweiterung der Befugnisse für Sicherheitsbehörden gefordert.
Der Verfassungsschutz hatte die AfD im Jahr 2024 als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft. Im Januar diesen Jahres wurde dann der Landesverband Sachsen offiziell als "gesichert rechtsextrem" eingestuft.
Die größte Volkswirtschaft Europas war erschüttert worden, nachdem die Ampelkoalition von Bundeskanzler Olaf Scholz Ende vergangenen Jahres im Streit um eine Wiederbelebung der Wirtschaft zerbrach.
Die nächsten Parlamentswahlen sind für den 23. Februar angesetzt.