Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Spanischer Streamer stirbt bei Live-Drogen-Challenge

CC
CC Copyright  buildergrowthengine
Copyright buildergrowthengine
Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Der Tod des katalanischen Streamers Sergio Jiménez Ramos während eines privaten Spenden-Streams rückt erneut die Risiken extremer Online-Herausforderungen in den Fokus. Behörden ermitteln, Plattformen geraten unter Druck.

Der katalanische Streamer Sergio Jiménez Ramos (37), im Internet unter den Namen „Sancho“ oder „Sssanchopanza“ bekannt, ist laut spanischen Medienberichten in der Silvesternacht während einer live gestreamten Herausforderung gestorben. Dabei soll er große Mengen Kokain und Alkohol konsumiert haben.

Bei der Sendung handelte es sich um einen privaten Videoanruf für zahlende Anhänger. Gegen Spenden konnten Zuschauer Aufgaben vorschlagen, deren Ausführung sie live verfolgten. Jiménez war in der Streaming-Szene groß geworden - in einem Umfeld viraler Inhalte, das unter anderem von dem umstrittenen Influencer Simón Pérez geprägt wurde. Dieser ist für extreme Live-Auftritte und bezahlte Herausforderungen bekannt und landete im vergangenen Jahr bereits selbst während eines Streams im Krankenhaus.

Nach dem Tod von Sergio Jiménez Ramos veröffentlichte Pérez ein Video, in dem er erklärte, der Streamer habe innerhalb von drei Stunden bis zu sechs Gramm Drogen konsumiert. Zugleich gab Pérez an, zuvor vor den Risiken einer möglichen Überdosis gewarnt zu haben.

Die katalanische Polizei, die Mossos d’Esquadra, leitete eine Untersuchung ein. Zudem wurde eine Autopsie angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung solcher gefährlichen Inhalte stehen Videocalling-Plattformen und private Netzwerkgruppen verstärkt unter Beobachtung.

Die Gefahren von extremen Herausforderungen

Der Fall erinnert an den Tod eines französischen Streamers im Jahr 2025, der die Gefahren des so genannten "Trash-Streamings" aufzeigte. Dabei handelt es sich um eine Praxis, bei der Kreative extreme und riskante Herausforderungen eingehen, um Reichweite und Spenden zu erzielen - häufig ohne ausreichende Hinweise auf gesundheitliche Risiken oder wirksame Kontrollmechanismen.

Die Kombination aus extremen viralen Inhalten, Publikumsdruck und dem Streben nach Aufmerksamkeit auf digitalen Plattformen hat bei Experten und Behörden zunehmende Besorgnis ausgelöst. Sie warnen, dass solche Formate für die Beteiligten lebensbedrohlich sein können.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Frankreich verklagt Livestream-Plattform "Kick" nach Tod eines Nutzers

Tausende feiern Madrids Dreikönigsumzug 2026

Exil-Venezolaner demonstrieren in Madrid für die Opposition