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Eisregen legt Frankreich lahm: Tödlicher Flixbus-Unfall auf der Autobahn

In der Region Landes ereignete sich am Dienstag ein Überunfall, an dem mehrere Dutzend Fahrzeuge beteiligt waren. (Bild zur Illustration)
In der Region Landes ereignete sich am Dienstag ein Überunfall, an dem mehrere Dutzend Fahrzeuge beteiligt waren. (Bild zur Illustration) Copyright  AP Photo/Francois Mori
Copyright AP Photo/Francois Mori
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Rund 100 Fahrzeuge, zwei Tote, Dutzende Verletzte: Eisglatte Straßen haben im Südwesten Frankreichs einen schweren Unfall ausgelöst. Auch am Mittwoch drohen massive Einschränkungen auf Straßen und an Flughäfen – die Behörden warnen eindringlich vor weiteren Reisen.

In den frühen Morgenstunden des Dienstag, 6. Januar, ist es auf der Autobahn A63 im Südwesten Frankreichs nahe der Gemeinde Saint-Geours-de-Maremne zu einer schweren Karambolage gekommen. Nach ersten Erkenntnissen waren insgesamt etwa 100 Fahrzeuge beteiligt.

Auslöser sollen extrem schwierige Wetterverhältnisse mit Eisregen gewesen sein, wodurch zahlreiche Autos ins Rutschen gerieten.

Zwei Menschen verloren bei dem Unfall ihr Leben.

Das Verkehrsunternehmen FlixBus bestätigte Euronews, dass ein Fahrgast eines in Portugal zugelassenen Busses gestorben sei. Der Regionalsender France 3 Nouvelle-Aquitaine berichtete außerdem, dass auch der Fahrer dieses Busses ums Leben kam. Insgesamt sollen zwischen 50 und 70 Personen verletzt worden sein.

Die Präfektur des Départements Landes teilte mit, dass drei Schwerverletzte sowie zwei weitere Verletzte in Krankenhäuser nach Bayonne und Dax gebracht wurden. Weitere 58 Menschen, die unverletzt geblieben waren oder nur leichte Verletzungen erlitten hatten, wurden in Saint-Geours-de-Maremne betreut.

"Die Straße war wie eine Eisbahn, selbst zu Fuß war es kaum möglich, sich sicher zu bewegen", sagte Bürgermeister Mathieu Diriberry. Wie viele Betroffene insgesamt in Kliniken eingeliefert wurden, sei ihm bislang nicht bekannt.

Der betroffene FlixBus war auf der Strecke von Paris nach Madrid unterwegs und hatte 43 Fahrgäste sowie zwei Fahrer an Bord. Nach Angaben des Unternehmens bremste der Bus zunächst, um eine Gefahrensituation auf der Fahrbahn zu vermeiden. Kurz darauf sei er von dem Reisebus eines anderen Anbieters von hinten erfasst worden und anschließend mit einem Lastwagen kollidiert, dem er zuvor hatte ausweichen wollen.

Die genauen Abläufe werden derzeit noch untersucht.

FlixBus erklärte, dass der betroffene Abschnitt der A63 nicht unter die von den französischen Behörden verhängten Fahrbeschränkungen gefallen sei.

Zudem habe man einen Ersatzbus organisiert, um die Passagiere weiter nach Bilbao oder Madrid zu bringen. Einige Reisende nutzten auch andere Transportmöglichkeiten.

Seit 7 Uhr ist die A63 im Bereich von Saint-Geours-de-Maremne in beide Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet.

Weitere Störungen erwartet

Auch für Mittwoch rechnen die Behörden erneut mit schwierigen Wetterverhältnissen. In seinem jüngsten Bulletin hat der Wetterdienst Météo-France für 38 Départements die orangefarbene Warnstufe wegen "Schnee und Eis" ausgerufen.

In den betroffenen Regionen werden nach Angaben der Wetteragentur meist Schneemengen von drei bis sieben Zentimetern erwartet, örtlich könnten es sogar bis zu zehn Zentimeter sein.

Verkehrsminister Philippe Tabarot rief "dringend" dazu auf, Autofahrten in der Region Île-de-France möglichst zu vermeiden.

Für Lastwagen wurde ein Fahrverbot verhängt.

Auch der Flugverkehr ist erheblich eingeschränkt. Nach Angaben der Regierung wurden am Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle 40 Prozent der Flüge gestrichen. Am Flughafen Orly soll zudem jeder vierte Flug ausfallen.

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