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Wadephul berät mit Frankreich und Polen über Reaktion bei US-Angriff auf Grönland

Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit seinen Amtskollegen aus Polen, Radoslaw Sikorski, sowie aus Frankreich, Jean-Noel Barrot, in Warschau, Polen, 29. September 2025
Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit seinen Amtskollegen aus Polen, Radoslaw Sikorski, sowie aus Frankreich, Jean-Noel Barrot, in Warschau, Polen, 29. September 2025 Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Von Laura Fleischmann
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Am Nachmittag beraten die Außenminister Deutschlands, Polens und Frankreichs in Paris über die Folgen einer möglichen US-Übernahme Grönlands.

In einem Interview mit dem französischen Radiosender France Inter sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot: "Wir wollen Maßnahmen ergreifen, aber wir wollen dies gemeinsam mit unseren europäischen Partnern tun." Dabei bezog er sich auf mögliche Reaktionen der Europäer auf eine Invasion der USA in Grönland.

Zuvor veröffentlichte Barrot auf X ein Video, in dem er sich klar gegen eine US-Herrschaft in Grönland aussprach: "Grönland steht weder zum Verkauf noch zur Übernahme. Es ist europäisches Territorium."

Weiterhin habe Barrot mit US-Außenminister Marco Rubio gesprochen: "Er schloss die Möglichkeit aus, dass sich die Ereignisse in Venezuela in Grönland wiederholen."

Wadephul: "Nato verteidigt Grönland"

Außenminister Wadephul hielt sich bislang bedeckter. Bei einer Pressekonferenz in Litauen Anfang der Woche sagte er lediglich, Grönland sei Teil des Königreichs Dänemark. "Und da Dänemark der Nato angehört, wird auch Grönland prinzipiell von der Nato zu verteidigen sein", fügte Wadephul hinzu.

"Wenn es dort weitere Erfordernisse gibt, die Verteidigungsanstrengungen bezüglich Grönlands zu verstärken, dann werden wir das im Rahmen der Allianz miteinander zu besprechen haben", so Wadephul. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump seine Gebietsansprüche an die dänische Insel bekräftigt: "Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit."

Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einer Pressekonferenz in Vilnius, Litauen, 5. Januar 2026
Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einer Pressekonferenz in Vilnius, Litauen, 5. Januar 2026 Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Trumps Forderungen sieht auch Polens Außenminister Radosław Sikorski kritisch. "Polen unterstützt selbstverständlich die territoriale Einheit des verbündeten Königreichs Dänemark", schrieb er Ende Dezember auf X. Trotz politischer Differenzen sollte das Völkerrecht verteidigt werden.

Des Weiteren wollen die Diplomaten beim trilateralen Dialog über Ukraine-Hilfen sprechen, wie das französische Außenministerium mitteilte. Zuvor hatten sich bei einem Treffen der "Koalition der Willigen" in Paris westliche Vertreter sowie die Ukraine auf rechtlich verbindliche Sicherheitsgarantien geeinigt. Sie sollen im Falle eines Waffenstillstands den Frieden für die Ukraine sichern.

Das Weimarer Dreieck ist ein loses außenpolitisches Gesprächsforum Deutschlands, Frankreichs und Polens. In dem Dialog wollen die drei Länder politische Abstimmungen finden sowie die europäische Integration stärken.

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