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Schweres Zugunglück in Spanien: Mindestens 10 Tote, Hochgeschwindigkeitszüge bei Cordoba entgleist

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien
Nach dem schweren Zugunglück in Spanien Copyright  Foto aus den sozialen Medien
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Von Maria Muñoz Morillo & Jesús Maturana mit Marina Neila
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Auf der Strecke von Andalusien nach Madrid sind zwei Hochgeschwindigkeitszüge mit mehr als 300 Passagieren an Bord zusammengestoßen. Dabei kamen mehrere Personen ums Leben, viele weitere wurden verletzt.

Der einem schweren Zugunglück in Adamuz in der Region Cordoba sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Personen wurden verletzt, 25 von ihnen erlitten schwere Verletzungen.

Der Hochgeschwindigkeitszug Iryo, der auf der Strecke zwischen Málaga und Madrid-Puerta de Atocha unterwegs war, ist bei Adamuz entgleist. Gegen 19.45 Uhr landete dieser Zug nach der Entgleisung auf dem Nachbargleis und kollidierte mit einem AVE-Hochgeschwindigkeitszug, der in der Gegenrichtung, von der Hauptstadt in Richtung Huelva, unterwegs war.

Durch den Aufprall wurde auch dieser zweite Zug aus dem Gleis geschleudert.

Vom Ort des Geschehens haben zahlreiche Fahrgäste Videoaufnahmen im Internet geteilt.

Auf den Bildern ist zu sehen, dass mehrere Waggons des Zuges schwer beschädigt wurden. Mehrere Personen waren in den Waggons eingeklemmt.

Alle Zugverbindungen zwischen Madrid und Andalusien wurden zunächst eingestellt.

Die Bahngesellschaft bestätigte den Einsatz von Rettungskräften am Unglücksort, die zusammen mit den Behörden und den Verantwortlichen von Renfe und Iryo die ganze Nacht hindurch arbeiten sollten.

Zeugenaussagen aus dem Zug

Die Passagiere, die in den Waggons geblieben sind, haben begonnen, Bilder und Nachrichten über die sozialen Netzwerke zu verbreiten. Ein Zeuge erklärte, der Aufprall habe sich wie ein Erdbeben angefühlt.

Die Fahrgäste mussten die Fenster der Züge einschlagen, um zu entkommen, was bei mehreren zu Schnittverletzungen geführt hat.

Salvador Jiménez, ein Journalist von "RTVE", der in dem Zug aus Málaga reiste, erklärte, dass die letzten beiden Waggons entgleisten und einer von ihnen "komplett umgekippt war".

"Wir verließen Málaga pünktlich um 18.40 Uhr mit Ziel Madrid, ich saß im ersten Waggon. In einem Moment wirkte es wie ein Erdbeben und der Zug war tatsächlich entgleist. Sie fragten sofort an, um zu sehen, ob es Leute mit Gesundheitsberufen gab, die helfen konnten, sie nahmen Hämmer, um die Fenster einzuschlagen und schließlich evakuierten sie uns", erklärte Jiménez.

Mehrere Reisende meldeten Rauch in den Zügen und forderten medizinische Hilfe an, um verletzte Reisende zu versorgen.

Für Betroffene wurde eine Notrufnummer eingerichtet.

Das Rote Kreuz hatte mehrere Rettungsfahrzeuge aus Jaen und Cordoba mobilisiert. Außerdem versorgte es die Fahrgäste der beiden verunglückten Züge mit lebensnotwendigen Gütern. Psychosoziale Betreuungsteams waren im Einsatz.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind an den Unglücksort gekommen, um den Fahrgästen zu helfen.

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente hat über seinen X-Account mitgeteilt, dass er sich in der Adif-Betriebsleitzentrale befindet und die Situation nach dem schweren Unfall genau verfolgt.

Die Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, Isabel Díaz Ayuso, hat die Hilfe der Madrider Krankenhäuser für die Versorgung der Verletzten angeboten: "Die Krankenhäuser der Autonomen Gemeinschaft Madrid und die Teams der SUMMA 112 erwarten den tragischen Unfall in Córdoba und stehen der andalusischen Regionalregierung zur Verfügung. Unterstützungsteams stehen in Atocha bereit, um die Angehörigen zu begleiten", schrieb Ayuso auf X.

Die Ermittlungen zur Klärung der Ursachen für die ursprüngliche Entgleisung haben begonnen.

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