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Nach SMS-Zoff: Norwegen macht nicht mit bei Donald Trumps "Board of Peace"

US-Präsident Trump hat von Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre eine Absage bekommen - ARCHIV
US-Präsident Trump hat von Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre eine Absage bekommen - ARCHIV Copyright  Mark Schiefelbein/Copyright 2025 The AP. All rights reserved.
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Erst hat sich Donald Trump beim Regierungschef beklagt, weil Norwegen ihm nicht den Friedensnobelpreis gegeben hat. Jetzt erklärt der Sprecher von Ministerpräsident Jonas Gahr Støre, das Land wolle nicht im sogenannten Friedensrat vertreten sein.

Die norwegische Regierung hat erklärt, dass sie die Einladung von US-Präsident Donald Trump zum sogenannten Friedensrat oder Board of Peace nicht annehmen wird. Zuvor hatte sich Trump beim norwegischen Ministerpräsidenten darüber beklagt, dass Norwegen ihm den Friedensnobelpreis nicht gegeben habe.

"Der amerikanische Vorschlag wirft eine Reihe von Fragen auf", die einen weiteren Dialog mit den Vereinigten Staaten erfordern", gab Staatssekretär Kristoffer Thoner in einer Erklärung im Namen von Regierungschef Jonas Gahr Støre bekannt.

"Norwegen wird sich nicht beteiligen"

"Norwegen wird sich daher nicht an den vorgeschlagenen Vereinbarungen für den Friedensrat beteiligen und daher auch nicht an einer Unterzeichnungszeremonie in Davos teilnehmen", sagte Thoner.

Norwegen werde seine enge Zusammenarbeit mit den USA fortsetzen, hieß es.

Trumps Friedensrat sollte ursprünglich den den Waffenstillstand nach dem Krieg zwischen Israel und der Hamas sowie den Wiederaufbau des Gazastreifens beaufsichtigen. Laut der Charta des Board of Peace scheint sich seine Rolle aber nicht auf das palästinensische Gebiet zu beschränken.

US-Präsident Donald Trump vor Publikum auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, 21. Januar 2026
US-Präsident Donald Trump vor Publikum auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, 21. Januar 2026 AP Photo

Die US-Regierung hat die Länder aufgefordert, bis zu 1 Milliarde Dollar für einen ständigen Sitz im Friedensrat zu zahlen, in dem Trump den Vorsitz führen wird.

Hinweis auf die UNO

"Für Norwegen ist es wichtig, wie dieser Vorschlag mit etablierten Strukturen wie der UNO und unseren internationalen Verpflichtungen verbunden ist", erklärte die norwegische Regierung.

Norwegen teile Trumps "Ziel eines dauerhaften Friedens in der Ukraine, im Gazastreifen und in anderen Situationen".

Trump hat wiederholt gesagt, er glaube, dass er den Friedensnobelpreis verdient habe. Im vergangenen Jahr ging dieser an die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado.

In einer am Montag veröffentlichten Botschaft an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre erklärte der US-Präsident, er fühle sich nach der Ablehnung des Preises nicht mehr verpflichtet, "nur an den Frieden zu denken".

Støre reagierte mit Unverständnis: "Ich habe klar erklärt, auch gegenüber Präsident Trump, was allgemein bekannt ist - der Preis wird von einem unabhängigen Nobelkomitee vergeben."

Weitere Quellen • AFP

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