Trotz leichter Wirtschaftsbelebung bleibt der Arbeitsmarkt schwach. Arbeitsministerin Bas setzt auf 500-Milliarden-Investitionen, weniger Bürokratie und mehr Weiterbildung.
Für Deutschlands Arbeitnehmer sieht es schlecht aus: Schon wieder steigt die Zahl der Arbeitslosen. Insgesamt waren im Januar 3,085 Millionen Menschen ohne Job – etwa 177.000 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Dezember 2025 um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. Sie liegt nun bei 6,6 Prozent, so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Saisonbedingt ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Winter "üblich", so das Ministerium. "Saisonbereinigt blieb die Zahl der Arbeitslosen weitgehend unverändert."
Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ist zuletzt gesunken – von Oktober auf November um 22.000 auf 35,21 Millionen.
Gleichzeitig steigt die Zahl ausländischer Beschäftigter. Im November waren zum ersten Mal sechs Millionen Ausländer sozialversicherungspflichtig angestellt – ein Plus von 257.000 im Vergleich zum Vorjahr. Der Zuwachs gehe auf Personen aus Drittstaaten zurück.
"Die deutsche Wirtschaft zeigte zum Jahresende eine leichte Aufwärtsbewegung. Auf dem Arbeitsmarkt macht sich dies allerdings auch wegen des Wintereinbruchs noch nicht bemerkbar", sagt Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). "Als Bundesregierung investieren wir mit 500 Milliarden Euro gegen die Konjunkturflaute an und bauen unnötige Bürokratie ab."
Des Weiteren setze ihr Ministerium auf Qualifizierung und Weiterbildung, "um den Strukturwandel zu gestalten und die Beschäftigten fit zu machen für den Arbeitsmarkt von morgen."