In Westpommern nahe der Ostseeküste haben die Behörden die Anwesenheit einer großen Wildkatze - wahrscheinlich ein Puma oder Gepard - bestätigt. Das Tier stelle eine Bedrohung dar.
Das Tier befindet sich derzeit in den Wäldern der Gemeinde Będzino (Alt Banzin) im Landkreis Koszalin (Kösliner Kreis) unweit der Ostseeküste in der Nähe von Kolberg, im Bereich eines Waldkomplexes. Dieses Gebiet deckt sich teilweise mit dem NATURA 2000-Schutzgebiet "Warnie Bagno".
Puma in den Wäldern der Gemeinde Będzino - eine echte Bedrohung für Einwohner und Haustiere
Die örtlichen Behörden warnen, dass das Tier eine echte Bedrohung für Menschen und Haustiere darstellen könnte.
Nach Angaben des Facebook-Profils von KoszalinInfo wurde den Bewohnern ausdrücklich empfohlen, bis auf Weiteres auf Besuche in den Wäldern zu verzichten. In der Nähe von Waldgebieten sollte erhöhte Wachsamkeit herrschen.
"Wir appellieren an: Betreten Sie den Wald bis auf Weiteres nicht, seien Sie in der Nähe von Waldgebieten besonders vorsichtig, lassen Sie keine Haustiere oder Nutztiere unbeaufsichtigt, nähern Sie sich keinem Tier, wenn Sie eines sehen, versuchen Sie nicht, ein Tier zu fotografieren oder zu erschrecken", heißt es in dem von KoszalinInfo veröffentlichten Beitrag.
Alle neuen Sichtungen sind sofort unter 112 oder direkt an die Forstverwaltung zu melden. Eine ständige Überwachung der Situation durch die zuständigen Dienststellen ist für die Gewährleistung der Sicherheit von entscheidender Bedeutung.
Unter dem Eintrag in den Koszalin-Medien erschienen zahlreiche Kommentare - viele davon waren humorvoller Natur, aber einige wiesen darauf hin, dass ein ähnliches Tier schon seit langem in der Gegend leben könnte. Hier sind einige der Beiträge von Anwohnern, auf Deutsch übersetzt: "Endlich wird er sich vielleicht so bewegen, wie er sollte, seit September gibt es bereits die Information und im Dezember wurde er persönlich gesehen", "Ein Patagonischer Puma ist schon lange in der Gegend", "Das ist ein Puma, der seit ein paar Jahren im Wald herumläuft, auch für mich neu".
Bislang gibt es keine offiziellen Bestätigungen, ob es sich bei den aktuellen Sichtungen um genau dasselbe Tier handelt, von dem in älteren Berichten die Rede war. Der Dienst nimmt die Angelegenheit ernst und bittet darum, die Empfehlungen strikt zu befolgen.