Erst "Leonardo", jetzt "Marta": Ein neuer Sturm lässt das Hochwasserrisiko an diesem Wochenende in Spanien steigen - mit Regen bis zu 150 Litern in 24 Stunden!
Spanien steht an diesem Wochenende vor einer neuen Episode meteorologischer Instabilität nach dem Durchzug des Sturmtiefs Leonardo, das vor allem in Andalusien und Extremadura zu Überschwemmungen, abgeschnittenen Straßen und der Evakuierung Tausender von Menschen geführt hat.
Die vom portugiesischen Wetterdienst angekündigte Sturmböe Marta droht, die Risiken in den Gebieten, die bereits von den angesammelten Regenfällen betroffen sind, erneut zu erhöhen.
Die Staatliche Meteorologische Agentur (Aemet) warnt, dass Marta im südlichen Drittel der Halbinsel sehr starke Regenfälle verursachen wird, in Gebieten, die bereits in den vergangenen Tagen von starken Regenfällen betroffen waren. In Andalusien, insbesondere in Cádiz, Sevilla und Málaga, könnten in 12 Stunden mehr als 80 Liter pro Quadratmeter fallen, in Orten wie Grazalema sogar zwischen 100 und 150 Liter in 24 Stunden.
Die Behörden warnen davor, dass diese Niederschläge auf gesättigte Böden fallen und die Flüsse und Stauseen bis an ihre Kapazitätsgrenzen anschwellen werden, was die Gefahr von Überschwemmungen erhöht und äußerste Vorsicht bei möglichen Überschwemmungen erfordert. Das Einzugsgebiet des Guadalquivir gehört zu den am stärksten überwachten Gebieten.
Auch die Extremadura wird von starken Regenfällen und Gewittern betroffen sein, vor allem im Süden von Badajoz und im Norden von Cáceres, während die Niederschläge im Westen und im Zentrum der Halbinsel schwächer ausfallen werden. Im Nordosten hingegen werden kleinere Niederschläge erwartet.
Schnee und Wind werden das Bild vervollständigen. Die Schneefallgrenze wird an diesem Samstag auf 800 bis 1.200 Meter sinken, mit Schneefällen im Zentralsystem, die den Norden von Madrid und den Süden von Ávila und Segovia betreffen könnten. Darüber hinaus werden starke Windböen und ein heftiger Seesturm vorhergesagt, vor allem in Galicien, im Süden und Osten der Halbinsel und auf den Balearen.
Laut Vorhersage wird der Sonntag in den am stärksten betroffenen Gebieten eine gewisse Atempause bringen, wobei sich die Niederschläge auf den Mittelmeerraum konzentrieren. Die Aemet warnt jedoch, dass es sich um eine vorübergehende Erleichterung handeln wird, da neue atlantische Fronten zurückkehren könnten, um ab nächster Woche Niederschläge zu bringen.