Nach Schüssen auf einen General des russischen Militärgeheimdienstes in Moskau wurde ein Tatverdächtiger in Dubai festgenommen und nach Russland ausgeliefert. Russland spricht von einem terroristischen Akt.
Nach Schüssen auf einen stellvertretenden Leiter des russischen Militärgeheimdienstes in Moskau ist ein Tatverdächtiger in Dubai festgenommen und an Russland ausgeliefert worden. Das teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit.
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den russischen Staatsbürger Lyubomir Korba. Zudem identifizierten die Behörden zwei mutmaßliche Komplizen: Einer wurde in Moskau festgenommen, ein weiterer soll in die Ukraine ausgereist sein.
Das Opfer, Wladimir Aleksejew, wurde nach Angaben der Sprecherin des Ermittlungskomitees, Svetlana Petrenko, am Freitag in einem Wohnhaus im Nordwesten Moskaus mehrfach angeschossen und in ein Krankenhaus eingeliefert.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow machte die Ukraine für die Tat verantwortlich und sprach von einem „terroristischen Akt“, der darauf abgezielt habe, Friedensgespräche zu sabotieren. Die Tat ereignete sich einen Tag nach dem Abschluss zweitägiger Gespräche zwischen russischen, ukrainischen und US-amerikanischen Unterhändlern in Abu Dhabi über ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden Kriegs.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Jahr 2022 hat Moskau Kyjiw wiederholt für gezielte Angriffe auf Militärs und öffentliche Persönlichkeiten in Russland verantwortlich gemacht. Die Ukraine hat sich zu einigen dieser Fälle bekannt, äußerte sich zu diesem Vorwurf bislang jedoch nicht.