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Lawinen-Drama am Mont Blanc: Drei Skifahrer sterben

Die Mitarbeiter des italienischen alpinen Rettungsdienstes führen am 25. März 2025 eine Übung in der Nähe von Cortina D'Ampezzo durch.
Die Mitarbeiter des italienischen alpinen Rettungsdienstes führen am 25. März 2025 eine Übung in der Nähe von Cortina D'Ampezzo durch. Copyright  AP Photo
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Von Peter Kristof
Zuerst veröffentlicht am
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Die Lawinengefahr in den Alpen nimmt dramatisch zu: Am Mont Blanc riss eine Lawine mehrere Skifahrer in den Tod. Auch in der Schweiz und in Österreich gab es tödliche Unglücke – Experten warnen vor einer extrem instabilen Schneedecke.

Auf der italienischen Seite des Mont Blanc sind nach Angaben der Behörden drei Skifahrer ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nahe der französisch-schweizerischen Grenze bei Courmayeur. Ein weiterer wurde verletzt. Zuvor hatte eine Lawine die Wintersportler mitgerissen. Ein Opfer starb später im Krankenhaus.

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An der Such- und Rettungsaktion waren 15 Einsatzkräfte, drei Hundestaffeln und zwei Hubschrauber beteiligt.

Courmayeur mit rund 2.900 Einwohnern liegt etwa 200 Kilometer nordwestlich von Mailand – einem der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele.

Auch aus Trentino meldeten die Behörden einen weiteren Lawinenunfall: Eine Person wurde verschüttet, konnte jedoch von ihren Begleitern gerettet werden.

Bereits am Wochenende ab dem 8. Februar kamen in den italienischen Bergen 13 Skifahrer, Bergsteiger und Wanderer bei Lawinen ums Leben.

Als Ursache gilt eine außergewöhnlich instabile Schneedecke: In vielen Gebieten hat sich frischer Neuschnee aus den jüngsten Stürmen auf eine schwache Altschneeschicht gelegt. Zudem hat der Wind den Schnee in Hängen verfrachtet und dort gefährliche Triebschneeansammlungen aufgebaut. Nach Einschätzung der Bergrettung hat das entlang des gesamten Alpenbogens – besonders in Grenzregionen zu Frankreich, der Schweiz und Österreich – die Lawinengefahr deutlich verschärft.

Lawinensituation verschärft sich

Auch in den Schweizer Alpen gab es im vergangenen Monat ein Todesopfer: Ein deutscher Skifahrer wurde verschüttet und starb. Er war auf Skitour am Piz Badus unterwegs, als sich laut "Bild" eine Lawine löste.

Rettungsdienste und Lawinenhunde suchten nach dem Mann, konnten ihn jedoch nur noch tot bergen. Vier weitere Sportler wurden lebend gefunden. Sie erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen und wurden in Schweizer Krankenhäuser geflogen.

Mehrere Tote nach Lawinenabgängen in Österreich

Auch in Österreich kam es zu tödlichen Unfällen. Im Salzburger Pongau starben im Januar nach Behördenangaben fünf Skifahrer bei zwei Lawinenabgängen.

Im Gasteinertal südlich von Salzburg riss ein Schneerutsch sieben Personen mit. Vier Menschen kamen ums Leben, zwei wurden verletzt – eine davon kritisch.

Für die Rettung waren vier Hubschrauber, Hundestaffeln der Bergrettung und des Roten Kreuzes sowie ein Kriseninterventionsteam im Einsatz. Sie versorgten Verletzte und bargen die Toten.

Nur wenige Stunden zuvor war im nahe gelegenen Bad Hofgastein eine Skifahrerin auf rund 2.200 Metern von einer Lawine verschüttet worden. Die Einsatzkräfte konnten sie bergen. Zudem gab es nach Behördenangaben weitere Lawinenabgänge in der Region, die jedoch ohne Opfer blieben.

Lawinen sind in den Alpen zu dieser Jahreszeit keine Seltenheit. Die Behörden appellieren dennoch eindringlich an Wintersportler, Warnhinweise zu beachten, Touren sorgfältig zu planen und sich strikt an Wetter- und Lawinenberichte zu halten.

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