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Nach Iran-Schlag: Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen

DATEI. Ein iranisches Marineschiff feuert bei einer Übung im Meer von Oman eine Rakete ab, Dezember 2011.
DATEI. Ein iranisches Marineschiff feuert bei einer Übung im Meer von Oman eine Rakete ab, Dezember 2011. Copyright  AP Photo/IIPA, Ali Mohammadi
Copyright AP Photo/IIPA, Ali Mohammadi
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Öltanker ist vor der Küste von Musandam in der Straße von Hormus angegriffen worden. Nach Angaben des Maritimen Sicherheitszentrums von Oman wurden vier Personen verletzt und alle 20 Besatzungsmitglieder evakuiert.

Ein Tanker ist am Sonntagmorgen in der Straße von Hormus angegriffen worden.

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Das Maritime Sicherheitszentrum in Oman gab bekannt, dass ein Öltanker namens Skylight, der unter der Flagge der Republik Palau fährt, etwa fünf Seemeilen (9,26 km) nördlich des Hafens von Khasab angegriffen wurde.

In einer über X verbreiteten Erklärung bestätigten die omanischen Behörden, dass sich 20 Besatzungsmitglieder an Bord befanden, von denen 15 die indische und 5 die iranische Staatsangehörigkeit besaßen. Alle wurden evakuiert.

Vorläufigen Informationen zufolge wurden außerdem mindestens vier Personen verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Der Vorfall ereignete sich, nachdem das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) am Samstag erklärt hatte, die Straße von Hormus sei für die internationale Schifffahrt gesperrt sei. Es ist nicht bekannt, wer oder was das Schiff angegriffen hat.

Der unter der Flagge von Palau fahrende Öltanker steht Berichten zufolge unter US-Sanktionen.

Erklärung der MSC von Oman zu dem angeblichen Angriff

Die omanischen Behörden erklärten außerdem, dass der Hafen von Duqm Ziel eines Drohnenangriffs gewesen sei. Das Land diente bei den jüngsten Atomgesprächen als Vermittler zwischen Teheran und Washington.

Meerenge von Hormus

Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran, bei denen der Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet und iranische Raketen als Vergeltungsmaßnahme eingesetzt wurden, gab die Iranische Islamische Revolutionsgarde (IRGC) über Funk Warnungen heraus, in denen die Straße von Hormus für geschlossen erklärte wurde. Es dürften keine Schiffe passieren.

Teheran hat zwar keine offizielle Ankündigung einer vollständigen Blockade gemacht, aber die Drohungen lösten sofortige Störungen aus. Der Schiffsverkehr ging stark zurück, die Schiffe müssen außerhalb des Golfs von Oman halten oder auf halber Strecke wenden.

Die meisten großen Schiffseigner und -betreiber haben den Betrieb in der Straße von Hormus eingestellt. Die Seeversicherer lehnen eine Deckung für Fahrten in diesem Gebiet ab, so dass die Transportunternehmen mit massiven Risikoprämien oder einer völligen Ablehnung der Versicherung rechnen müssen.

Konkrete Beispiele sind der sehr große Rohöltanker KHK Empress, der teilweise mit omanischem Rohöl beladen war, und die unter indischer Flagge fahrende Desh Abhimaan, die beide umkehrten.

Der globale Ölmarkt

Die acht OPEC+-Länder, d. h. Saudi-Arabien, Russland, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman, sind am Sonntag zusammengekommen, um die globalen Marktbedingungen und -aussichten zu prüfen.

In einer Pressemitteilung kündigten sie eine geringfügige Erhöhung der Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab April an.

In der Erklärung wurde auch mitgeteilt, dass die acht OPEC+-Länder "monatliche Treffen abhalten werden, um die Marktbedingungen, die Konformität und den Ausgleich zu überprüfen". Die nächste Konferenz ist für den 5. April geplant.

Eine kinetische iranische Seeblockade ist zwar noch nicht eingetreten, aber die praktische Stilllegung und das Versicherungsloch haben zu extremer Volatilität geführt.

Schiffsverfolgungsmonitore zeigen, dass der Großteil des Verkehrs auf beiden Seiten zum Erliegen gekommen ist. Jede weitere Eskalation bzw. Deeskalation wird die Reaktion des Marktes bestimmen.

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