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177 Millionen Euro für Nahost: Entwicklungsministerin sagt Hilfen zu

Junger Palästinenser geht durch ein Zeltlager, Gazastreifen, 14. Februar 2026
Junger Palästinenser geht durch ein Zeltlager, Gazastreifen, 14. Februar 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Laura Fleischmann
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Entwicklungsministerin Alabali Radovan (SPD) kündigt Hilfe für Jordanien, Libanon und die Palästinensergebiete an – aus Solidarität, aber auch aus deutschem Eigeninteresse.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat dem Nahen Osten ein Hilfspaket in Höhe von 177 Millionen Euro zugesagt. "Dieser Krieg ist nicht unser Krieg. Aber diese Krise ist auch unsere Krise – und sie betrifft auch uns bereits unmittelbar", so Radovan am Dienstag in Jordanien.

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"Unsere Unterstützung ist deshalb zuallererst Ausdruck von Solidarität mit den Menschen in der Region. Und zugleich liegt sie auch im deutschen Interesse, sie ist sowohl humanitär als auch sicherheitspolitisch und wirtschaftspolitisch geboten", erklärte die Ministerin.

Das Hilfspaket soll Jordanien, den Libanon, den Gazastreifen sowie das Westjordanland unterstützen. Alle drei Regionen seien vom Irankrieg betroffen, so das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ). Ein Teil der Finanzierung sei bereits für die Region geplant gewesen. Durch Umschichtungen im Bundeshaushalt ergebe sich ein weiterer Teil.

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) in Berlin, 7. Mai 2025
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) in Berlin, 7. Mai 2025 (c) Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

55 Millionen Euro seien etwa für die Versorgung syrischer Flüchtlinge in Jordanien eingeplant. Der Großteil des Geldes soll für Lehrergehälter genutzt werden, um syrischen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Außerdem soll eine Entsalzungsanlage finanziert werden. Mit 22 Millionen Euro plant das BMZ, den Bau zu unterstützen.

An den Gazastreifen sowie das Westjordanland sollen 30 Millionen Euro des Pakets fließen. Davon sind 10 Millionen Euro für den Bau von Unterkünften geplant. Ebenfalls sollen Bildungsmaßnahmen und die Förderung von Beschäftigung finanziert werden.

Mit weiteren 75 Millionen Euro sollen im Libanon etwa Schlafmöglichkeiten und Lernmaterialien bezahlt werden. Bisher habe "nur ein Bruchteil der rund eine Million Binnenvertriebenen einen Platz in einer Notunterkunft gefunden, der Rest schläft teilweise unter freiem Himmel oder in Autos", so das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

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