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Iran-Waffenruhe: Ölpreis stürzt ab, Europas Börsen legen kräftig zu

ARCHIV - US-Präsident Donald Trump ist auf einem Bildschirm zu sehen. Händler arbeiten im Devisenhandelssaal der Hana-Bank-Zentrale in Seoul. Achten April 2025
ARCHIV - US-Präsident Donald Trump erscheint auf einem Bildschirm, Händler arbeiten im Devisenhandelsraum der Hana-Bank-Zentrale in Seoul. acht. April 2025 Copyright  AP Photo
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Von Una Hajdari & Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ölpreis fällt unter 100 Dollar: USA und Iran einigen sich auf zweiwöchige Waffenruhe mit Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Die Ölpreise sind deutlich gefallen. Gleichzeitig haben die Börsen in Europa und Asien am Mittwoch kräftig zugelegt, nachdem die USA und der Iran sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt hatten, die auch die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsieht.

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Anleger bleiben vorsichtig, bis sich die Feuerpause als stabil erweist. An den Märkten spiegelt sich dennoch neuer Optimismus, dass die Kämpfe ganz zum Erliegen kommen.

Die Nordseesorte Brent kostete am Mittwochmorgen rund 95 US-Dollar je Barrel. Das sind fast 30 % mehr als vor Kriegsbeginn Ende Februar, aber deutlich weniger als die Höchststände der vergangenen Wochen von 110 Dollar.

US-Öl der Sorte WTI lag bei etwa 96 Dollar je Barrel. Damit notiert es trotz des waffenruhenbedingten Ausverkaufs noch immer mehr als 40 % über dem Vorkriegsniveau. Benzin im Großhandel kostete 2,94 Dollar je Gallone und liegt damit ebenfalls mehr als 40 % über dem Stand zu Beginn des Konflikts.

Den aktuellen Bewegungen ging in der Nacht ein drastischer Einbruch voraus, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, vorerst auf die angedrohten Angriffe auf iranische Brücken, Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur zu verzichten.

Der iranische Außenminister bestätigte, dass die Straße von Hormus in den kommenden zwei Wochen für die Schifffahrt geöffnet bleibt, unter Kontrolle der iranischen Streitkräfte.

Asien legt zu, Europa gibt nach

Die Börsen in Asien reagierten mit deutlichen Kursgewinnen. Japans Leitindex Nikkei 225 legte im frühen Handel am Mittwoch um rund fünf Prozent zu, Südkoreas Kospi stieg um fast sechs Prozent, der Hongkonger Hang Seng gewann rund zweieinhalb Prozent.

Auch in Europa ziehen die Kurse an. Der Euro Stoxx 50 liegt im frühen Handel mehr als drei Prozent im Plus, der breiter gefasste Stoxx 600 gewinnt über vier Prozent und steuert auf den größten Tagesanstieg seit April 2025 zu.

Der britische Leitindex FTSE 100 legt fast zwei Prozent zu, der deutsche DAX etwa ein Prozent. In Frankreich und Italien steigen CAC 40 und FTSE MIB jeweils um mehr als drei Prozent.

An der Wall Street notieren die Terminkontrakte auf US-Aktien durchweg zwischen zwei und drei Prozent im Plus. Die Nasdaq-Futures verzeichnen mit rund drei Komma zwei Prozent den größten Anstieg.

Im Verlauf des Dienstags gerieten US-Aktien zunächst unter Druck, machten die Verluste später aber wieder wett. Auslöser war ein Appell des pakistanischen Premierministers an Trump, die Frist zu verlängern und den Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.

Aus Israel, dem Iran und der gesamten Golfregion wurden in den frühen Morgenstunden des Mittwochs weiterhin Angriffe gemeldet. Beide Seiten haben bislang nicht mitgeteilt, wann die Waffenruhe offiziell in Kraft tritt.

Die Sorge, die die Märkte seit Ende Februar begleitet, bleibt damit bestehen: Eine länger anhaltende Störung der Öllieferungen aus dem Golf könnte die Energiepreise so lange hoch halten, dass eine neue Inflationswelle durch die Weltwirtschaft rollt - mit oder ohne Waffenruhe.

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