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Nach Merz-Kritik: Trump zieht 5.000 Soldaten aus Deutschland ab

Präsident Trump geht von Marine One an Bord der Air Force One am Ocala International Airport in Ocala, Florida, Freitag, 1. Mai 2026, nachdem er auf einer Veranstaltung gesprochen hat.
Präsident Trump geht von Marine One an Bord der Air Force One am Ocala International Airport in Ocala, Florida, Freitag, 1. Mai 2026, nachdem er auf einer Veranstaltung gesprochen hat. Copyright  AP Photo/Matt Rourke
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Von Malek Fouda & Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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Trump hatte mehrfach mit einem Abzug von US-Truppen aus Deutschland gedroht. Nach der Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der US-Strategie im Iran-Konflikt kündigte die US-Regierung nun an, Tausende Soldaten abzuziehen.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass sein Land in den nächsten sechs bis zwölf Monaten 5.000 aktive Soldaten aus dem NATO-Verbündeten Deutschland abziehen werde. Damit machte er frühere Drohungen wahr, kurz nachdem Trump mit Bundeskanzler Friedrich Merz wegen des Iran-Kriegs aneinandergeraten war.

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Trump hatte Anfang der Woche damit gedroht, einige Truppen aus dem NATO-Verbündeten abzuziehen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz gesagt hatte, Washington werde von der iranischen Führung "gedemütigt", und deren mangelnde Strategie im Krieg kritisiert hatte.

Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte in einer Erklärung, die Entscheidung sei das Ergebnis einer gründlichen Überprüfung der Truppenstärke des Ministeriums in Europa und entspreche den Anforderungen des Einsatzgebietes und den Bedingungen vor Ort.

Laut CBS News werten Regierungsbeamte den Schritt als Ausdruck von Trumps Unzufriedenheit mit der aus seiner Sicht unzureichenden Unterstützung europäischer Verbündeter im Konflikt mit dem Iran. Trump hatte Bundeskanzler Friedrich Merz und andere Nato-Regierungschefs kritisiert, weil sie sich nicht direkt beteiligen.

Diese entgegneten, sie seien vor Beginn des Krieges nicht konsultiert worden. Zudem greife die Beistandsverpflichtung der NATO nicht, da die USA und Israel den Iran angegriffen hätten.

Trump brachte zuletzt auch einen möglichen Abzug von US-Truppen aus Italien und Spanien ins Spiel.

Deutschland beherbergt mehrere US-Militäreinrichtungen, darunter die Hauptquartiere der US-Kommandos für Europa und Afrika, den Luftwaffenstützpunkt Ramstein und ein medizinisches Zentrum in Landstuhl, in dem Opfer der Kriege in Afghanistan und Irak behandelt wurden. Auch US-Atomraketen sind in dem Land stationiert.

Präsident Donald Trump spricht am Freitag, den 1. Mai 2026, im Raymond F. Kravis Center for the Performing Arts in West Palm Beach, Florida.
Präsident Donald Trump spricht im Raymond F. Kravis Center for the Performing Arts in West Palm Beach, Florida, Freitag, 1. Mai 2026 Matt Rourke/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.

Die Zahl der Truppen, die Deutschland verlassen sollen, entspricht etwa 14 % der insgesamt hier stationierten US-Soldaten.

Nach Daten des US-Verteidigungsministeriums waren im Dezember 2025 insgesamt gut 68.000 amerikanische Soldaten dauerhaft auf europäischen Stützpunkten stationiert. Mehr als die Hälfte davon, etwa 36.400, befanden sich in Deutschland. Die wichtigsten Standorte sind der Luftwaffenstützpunkt in Ramstein (Rheinland-Pfalz) und das US-Regionalkommando für Europa und Afrika in Stuttgart.

Die Nachricht über den Truppenabzug löste raschen Widerstand bei den Demokraten im Kongress aus, die meinen, dass dieser Schritt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zugute kommt und die Sicherheitsinteressen der USA schwächt.

Der Abzug "deutet darauf hin, dass die amerikanischen Verpflichtungen gegenüber unseren Verbündeten von der Stimmung des Präsidenten abhängen", sagte Senator Jack Reed aus Rhode Island, der ranghöchste Demokrat im Senatsausschuss für Streitkräfte.

"Der Präsident sollte diese rücksichtslose Aktion sofort beenden, bevor er irreversible Folgen für unsere Allianzen und die langfristige nationale Sicherheit verursacht", fügte Reed hinzu.

US-Vizepräsident J.D. Vance besucht Angehörige der Streitkräfte während eines Tankstopps auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein, Deutschland, am Donnerstag, den 24. April 2025
US-Vizepräsident J.D. Vance besucht Angehörige der Streitkräfte während eines Tankstopps auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein, Deutschland, Donnerstag, 24. April 2025 Kenny Holston/KENNY HOLSTON/The New York Times

Die US-Verbündeten in der NATO haben sich bereits seit Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr auf einen möglichen Truppenabzug eingestellt, nachdem Washington gewarnt hatte, dass Europa künftig selbst für seine Sicherheit sorgen müsse, auch in der Ukraine.

Einige Analysten warnen, dass dieser Schritt angesichts wachsender globaler Instabilität und zahlreicher Konflikte schwerwiegende Folgen haben könnte.

Weitere Quellen • AP

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