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Nordkorea präsentiert neue Atomanlage zur Herstellung von Waffenmaterial

Kim Jong Un, vorne rechts, besichtigt am Mittwoch, 3. Juni 2026, eine Anlage zur Herstellung von Brennstoff für Atombomben an einem unbekannten Ort in Nordkorea.
Kim Jong Un (vorn rechts) besucht eine neue Anlage zur Herstellung von Brennstoffen für Atombomben an einem geheimen Ort in Nordkorea am Mittwoch, 3. Juni 2026. Copyright  AP Photo
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Von Jeremiah Fisayo-Bambi mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Nordkorea könne inzwischen mehr als doppelt so viel waffenfähiges Nuklearmaterial produzieren wie noch vor fünf Jahren, sagte Kim Jong-un bei der Inspektion.

Pjöngjang hat am Donnerstag eine neue Anlage zur Produktion von Brennstoffen für Atomwaffen vorgestellt. Staatschef Kim Jong Un kündigte an, das nukleare Arsenal des Landes "in exponentiellem Tempo" auszubauen.

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Die staatliche Nachrichtenagentur Korean Central News Agency (KCNA) berichtete, Kim Jong-un habe die Anlage am Mittwoch besucht, um sich über Betriebskennzahlen und langfristige Produktionspläne informieren zu lassen.

Neue Anlage für Nuklearbrennstoff

Nach Angaben der KCNA legte Kim gemeinsam mit ranghohen Funktionären "die Reihenfolge der Prioritäten für die Umsetzung des ehrgeizigen Zukunftsplans fest, der darauf abzielt, die nuklearen Streitkräfte unseres Staates in exponentiellem Tempo zu verstärken".

Die Vorstellung der neuen Fabrik folgt auf wiederholte Ankündigungen Kims, das Atomwaffenprogramm weiter auszubauen. Nach nordkoreanischer Darstellung reagiert das Land damit auf zunehmende, von den USA angeführte militärische Bedrohungen.

Laut Staatsmedien nutzt die Anlage "fortschrittlichere Technologie". Wo sie steht und seit wann sie in Betrieb ist, blieb offen.

Fotos der KCNA zeigten jedoch eine große Halle mit Zentrifugen, die zur Anreicherung von waffenfähigem Uran benötigt werden. Auf einigen Aufnahmen war Kim zu sehen, wie er durch enge Gänge zwischen dichten Reihen silberner Rohre und Leitungen in einer mutmaßlichen Zentrifugenhalle lief. Ein weiteres Bild zeigte ihn im Gespräch mit hohen Funktionären in einem Besprechungsraum; auf dem Tisch lag eine unscharfe Grafik eines kegelförmigen Objekts.

Kim: Nuklearpotenzial verdoppelt sich binnen fünf Jahren

Die jüngste Enthüllung im nordkoreanischen Atomprogramm erfolgt weniger als zwei Jahre, nachdem Kim im September 2024 eine weitere geheime Urananreicherungsanlage präsentiert hatte. Damals machte der abgeschottete Staat erstmals seit 2010 wieder eine solche Einrichtung öffentlich. Zuvor hatte Nordkorea amerikanischen Wissenschaftlern eine Anlage im wichtigsten Atomkomplex Yongbyon gezeigt.

Bei seinem Besuch wiederholte Kim eine ähnliche Botschaft. Er forderte mehr Zentrifugen, um das Atomarsenal des Landes "exponentiell" zu vergrößern, und drängte auf die Entwicklung leistungsfähigerer Zentrifugensysteme.

Seoul beobachtet Nordkoreas Atomaktivitäten

Der Generalstab Südkoreas stuft den Standort als Urananreicherungsanlage ein und erklärte, man stimme sich eng mit den USA ab, um Nordkoreas Nuklearaktivitäten zu überwachen. In Seoul und unter ausländischen Beobachtern gilt die Anlage als jüngst fertiggestellter Teil des großen Atomkomplexes Yongbyon, auch wenn die staatlichen Medien den Ort nicht benannt haben.

Bei seiner Inspektion behauptete Kim, Nordkorea habe seine Fähigkeit zur Herstellung waffenfähigen Nuklearmaterials in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt.

Unabhängige Bestätigungen für diese Aussage gibt es praktisch nicht. Nach Einschätzung internationaler Organisationen wie dem Nuclear Weapons Ban Monitor verfügt Pjöngjang jedoch über 50 bis 100 einsatzfähige Atombomben.

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