Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Spanien: 327 Hitzetote seit Sonntag bei Rekord-Hitzewelle

Ein Mann geht mit Regenschirm am Strand von Barcelona, Spanien, am Mittwoch, 27. Mai 2026.
Ein Mann mit Regenschirm geht am Mittwoch, 27. Mai 2026, an einem Strand in Barcelona in Spanien entlang. Copyright  AP Photo/Emilio Morenatti
Copyright AP Photo/Emilio Morenatti
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Europa erlebt eine Hitzewelle mit Rekordtemperaturen. Meteorologinnen rechnen damit, dass sie den Kontinent noch etwa zwei Wochen im Griff hat.

Die Hitzewelle in Spanien hat seit vergangenem Sonntag, dem 21. Juni, 327 Todesfälle verursacht, wie das spanische Gesundheitsinstitut Carlos III. mitteilt.

WERBUNG
WERBUNG

Im ganzen Land wurden rekordhohe Juni-Temperaturen gemessen; während der Hitzewelle fielen mehrere nationale und lokale Bestmarken.

Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes (AEMET) ging die Hitzewelle am Donnerstag zu Ende.

Seit Beginn der landesweiten Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1950 war der 23. Juni der heißeste Junitag überhaupt. Der 22. Juni lag knapp dahinter auf Platz zwei.

In Nordspanien traten die größten Abweichungen auf, wo der Flughafen Bilbao sowohl bei den Höchstwerten am Tag als auch bei den Tiefstwerten in der Nacht neue Rekorde meldete.

Seit Beginn der jährlichen Hitzewarnsaison Mitte Mai hat das Institut Carlos III. 611 Todesfälle erfasst, die es den hohen Temperaturen zuschreibt.

Hitzewelle hält wohl weitere zwei Wochen an

Nach Einschätzung der Weltmeteorologieorganisation (WMO) wird die Hitzewelle in den kommenden zwei Wochen große Teile West-, Mittel- und Südeuropas erfassen.

Nach aktuellen Prognosen verlagert sich der Schwerpunkt der Hitze voraussichtlich weiter in Richtung Balkan, teilte die UN-Organisation am Donnerstag mit.

„Langanhaltende Hitze über mehrere Tage, vor allem wenn es auch nachts heiß bleibt, führt dazu, dass der Körper jeden neuen Tag bereits belastet beginnt“, sagte Lachlan McIver, Gesundheitsberater im gemeinsamen Büro für Klima und Gesundheit von WHO und WMO.

Ältere Menschen, kleine Kinder, schwangere Frauen, im Freien arbeitende Beschäftigte und Menschen mit chronischen Erkrankungen sind besonders anfällig für hohe Temperaturen. „Hitzestress kann jedoch jeden treffen, wenn die Temperaturen lange genug extrem hoch sind“, warnte McIver.

Extreme Temperaturen treffen Europa

Mehrere Länder in Westeuropa kämpfen derzeit mit extrem hohen Temperaturen.

Frankreich erlebte am Dienstag, dem 24. Juni, seinen heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen: Erstmals lag die Durchschnittstemperatur über 24 Stunden bei mehr als 30 Grad. Das Land verzeichnete in der vergangenen Woche zudem 40 Todesfälle durch Ertrinken, weil viele Menschen in Flüssen und anderen Gewässern Abkühlung suchten.

Nach Angaben der WMO stiegen die Temperaturen in der westfranzösischen Gemeinde Palluau auf bis zu 43,8 Grad.

Belgien rief ab Mittwoch eine Hitzewarnung aus, da die extremen Temperaturen sich in den kommenden Tagen weiter verstärken dürften, wie das Königliche Meteorologische Institut des Landes mitteilte.

Der Deutsche Wetterdienst gab großflächige rote Warnungen heraus, unter anderem für Berlin, Bonn, Frankfurt und Köln. In der Schweiz galten rote Warnstufen auch für Genf, Basel und Zürich.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Frankreichs Stromkonzern investiert 80 Mio. Euro in Kühlung für Schulen und Kitas

Golden Players: Italiens Ü40-Basketballer rüsten sich für FIBA Masters-WM

Ausbrüche "fleischfressender Bakterien": Jeder 5. Patient stirbt