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USA beschießen Öltanker im Persischen Golf – Iran schlägt zurück

Ein Armee-Kadett passiert ein Plakat mit Anti-Trump-Parolen, darunter „We Kill Trump“, am Platz der Islamischen Revolution in Teheran, Iran, 15. Juli 2026.
Ein Militärkadett geht an einem Plakat mit Trump-feindlichen Parolen vorbei, darunter „We Kill Trump“, am Platz der Islamischen Revolution in Teheran, Iran, am 15. Juli 2026. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Lucy Davalou
Zuerst veröffentlicht am
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Die USA erklärten zudem, sie hätten eine Rakete in den Schornstein eines unter der Flagge Curaçaos fahrenden Öltankers abgefeuert. Das Schiff habe mehrere Warnungen ignoriert und Kurs auf die Insel Chark genommen – das wichtigste Ölexportterminal des Iran im Persischen Golf.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran am frühen Donnerstagmorgen beendet. Zuvor griff es erstmals in der aktuellen Eskalation auch Ziele weiter nördlich sowie im Raum Teheran an. Zudem beschossen US-Streitkräfte nach eigenen Angaben ein Schiff, das versucht haben soll, die von ihnen verhängte Seeblockade gegen den Iran zu durchbrechen.

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Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Bahrain und Kuwait. Iranische Staatsmedien berichteten von US-Angriffen im Raum Teheran, auf der Insel Qeschm sowie auf die südliche Hafenstadt Tschahbahar. Demnach wurde auch die nördliche Provinz Semnan angegriffen, in der der Iran ballistische Raketen produziert und Teile seines Raumfahrtprogramms angesiedelt hat.

Das US-Zentralkommando teilte auf X mit, amerikanische Streitkräfte hätten „iranische Kommandozentren, Luftabwehrstellungen, Raketen- und Drohnenkapazitäten sowie Küstenüberwachungsanlagen“ angegriffen, darunter "mehrere Standorte, unter anderem in Bandar Abbas".

US-Streitkräfte greifen iranische Kommandozentren, Luftabwehrstellungen, Raketen- und Drohneneinrichtungen sowie Küstenüberwachung an.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums sind bei den anhaltenden US-Angriffen mindestens 35 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.

Die USA erklärten zudem, sie hätten eine Rakete auf einen unter der Flagge Curaçaos fahrenden Öltanker abgefeuert. Das Schiff sei auf dem Weg zur Insel Chark, dem wichtigsten Ölexportterminal des Iran im Persischen Golf, gewesen und habe "mehrere Warnungen ignoriert".

Iran startet Vergeltungsangriffe

Der Iran nahm im Gegenzug US-Einrichtungen in der Region ins Visier, unter anderem in Jordanien und Bahrain. In beiden Ländern wurde wegen mutmaßlicher Luftangriffe Luftalarm ausgelöst. Kuwait berichtete auf X von "Angriffen feindlicher Drohnen" infolge einer "iranischen Aggression".

Die kuwaitische Luftabwehr wehrt derzeit Angriffe feindlicher Drohnen ab, ausgelöst durch die verwerfliche iranische Aggression. Der Generalstab der Armee weist darauf hin, dass etwaige Explosionsgeräusche auf das Abfangen der Angriffe durch die Luftverteidigung zurückzuführen sind.

Am Mittwoch nahm das US-Militär seine Luftangriffe auf den Iran am helllichten Tag wieder auf. Washington erklärte, mit der neuen Angriffswelle solle Teherans Fähigkeit weiter eingeschränkt werden, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen. Die jüngste Eskalation hat das Übergangsabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs faktisch hinfällig gemacht.

Der Konflikt ist in der Region erneut zu einem offenen Krieg eskaliert. Die Straße von Hormus war zunächst geschlossen worden, nachdem die USA und Israel am 28. Februar ihren Krieg gegen den Iran begonnen hatten. In der Folge stiegen die Preise für Öl, Düngemittel und andere Güter weit über die Region hinaus deutlich an – ein Druckmittel, das dem Iran in den Verhandlungen erheblichen Einfluss verschaffte.

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