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Trump: USA haben kein Interesse an Iran-Gesprächen trotz steigender Kriegskosten

Autos fahren in Teheran an einem Plakat mit der geballten Faust von Irans verstorbener oberster Führungspersönlichkeit Ajatollah Ali Chamenei vorbei, Dienstag, 21. Juli 2026.
Autos fahren an einer Werbetafel mit der geballten Faust des verstorbenen iranischen Oberhaupts Ayatollah Ali Khamenei in Teheran am 21. Juli 2026 vorbei. Copyright  AP Photo/Vahid Salemi
Copyright AP Photo/Vahid Salemi
Von Evelyn Ann-Marie Dom
Zuerst veröffentlicht am
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Die USA greifen zum elften Abend in Folge Ziele im Iran an. Teheran weitet die Angriffe auf Golfstaaten aus. Pakistan intensiviert die Diplomatie, um das Übergangsabkommen zu retten.

Die USA haben Iran inzwischen die elfte Nacht in Folge angegriffen. Teheran weitet parallel seine Offensive gegen die Golfstaaten aus. Pakistan verstärkt seine diplomatischen Bemühungen, um das nach seinem Zusammenbruch gefährdete Übergangsabkommen zwischen beiden Seiten doch noch zu retten.

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Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zeigte sich „zutiefst besorgt“ über die Eskalation des Konflikts. Er rief „alle Seiten dazu auf, Zurückhaltung zu üben und Schritte zu vermeiden, die die Region weiter destabilisieren könnten“, hieß es in einer Mitteilung des Büros des Premierministers auf X.

Die Erklärung folgte auf Gespräche hinter verschlossenen Türen, die Sharif am Dienstag mit Irans Innenminister Eskandar Momeni führte. Momeni traf zudem den pakistanischen Armeechef Feldmarschall Asim Munir, der bei der Vermittlung des Übergangsabkommens im vergangenen Monat eine Schlüsselrolle spielte.

Irans Innenminister Eskandar Momeni trifft Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir in Rawalpindi, Pakistan, Dienstag, 21. Juli 2026.
Irans Innenminister Eskandar Momeni trifft Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir in Rawalpindi, Pakistan, Dienstag, 21. Juli 2026. Inter Services Public Relations via AP

US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, Washington habe derzeit „kein Interesse“ an Gesprächen mit Iran. Zugleich deutete er eine weitere Eskalation an und stellte in Aussicht, dass US-Streitkräfte bald ein Gebiet nahe den wichtigsten Anlagen zur Urananreicherung angreifen könnten.

„Sie drängen verzweifelt auf ein Treffen. Und solange sie nicht bereit sind, sich auf substanzielle Gespräche einzulassen, haben wir kein Interesse an einem Treffen“, sagte Trump vor Journalistinnen und Journalisten im Oval Office.

Zuvor hatte das US-Militär mitgeteilt, es habe in der Nacht zum Mittwoch die elfte Angriffswelle gegen Iran abgeschlossen.

„CENTCOM-Einheiten griffen iranische Einsatzleitstellen, maritime Fähigkeiten, Flugzeughangars, Drohnenlager sowie logistische Militärinfrastruktur an, um Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen“, hieß es in einer Erklärung auf X.

Iranische Staatsmedien meldeten mehrere Explosionen in verschiedenen Teilen des Landes und berichteten, die Luftabwehr sei nahe Teheran ausgelöst worden.

„Nachrichtenquellen berichteten, dass Luftabwehraktivitäten im Westen, Osten und Nordosten Teherans zu hören waren“, schrieb das Staatsfernsehen auf Telegram.

Parallel dazu setzt Iran seine Angriffe auf US-Verbündete fort und nimmt Ziele in Bahrain, Jordanien und Kuwait ins Visier. Zuvor hatte Teheran außerdem gewarnt, es werde im Zweifel lieber eigenes Staatsgebiet bombardieren, als US-Truppen eine Besetzung zu überlassen.

Der Krieg zwischen den USA und Iran entwickelt sich zunehmend zu einem Ringen um die Kontrolle über die Straße von Hormus. Beide Seiten greifen auch zivile Infrastruktur an, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Durch die strategisch wichtige Wasserstraße lief vor Ausbruch des Konflikts rund ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Erdgases. Am Mittwoch stieg der Preis für Brent-Öl, die internationale Referenzsorte, auf 92 US-Dollar je Barrel.

Iran-Krieg kostet USA 37,5 Milliarden Dollar

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am Dienstag vor dem Senat, der Iran-Krieg habe die Vereinigten Staaten bislang 37,5 Milliarden Dollar (32,9 Milliarden Euro) gekostet. Mitte Mai hatte die Schätzung noch bei knapp 29 Milliarden Dollar (25,4 Milliarden Euro) gelegen.

Hegseth verteidigte den Antrag der Trump-Regierung auf zusätzliche Mittel in Höhe von 67 Milliarden Dollar (58,7 Milliarden Euro), um die Kosten des Iran-Kriegs zu decken. Er nannte den Antrag „dringend“ und „notwendig“.

Ein Demonstrant unterbricht Verteidigungsminister Pete Hegseth, während er am Dienstag, 21. Juli 2026, bei einer Anhörung des Bewilligungsausschusses des Senats auf dem Capitol Hill in Washington aussagt.
Ein Demonstrant unterbricht Verteidigungsminister Pete Hegseth, während er am Dienstag, 21. Juli 2026, bei einer Anhörung des Bewilligungsausschusses des Senats auf dem Capitol Hill in Washington aussagt. AP Photo/Jacquelyn Martin

Hegseths Aussage vor dem Senatsausschuss wurde kurzzeitig von Protestierenden unterbrochen. Mehrere republikanische Parlamentarier äußern seit Längerem die Sorge, der anhaltende Krieg in Iran könne sich vor den Zwischenwahlen zu einer wachsenden politischen Belastung für US-Präsident Donald Trump und die Republikanische Partei entwickeln.

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