Der Slowene Tadej Pogačar steigt in den exklusiven Kreis der fünffachen Tour-de-France-Sieger auf. Mathieu van der Poel gewinnt die Schlussetappe in Paris.
Der Sieg war erwartet worden, doch die Leistung bleibt außergewöhnlich: Tadej Pogačar hat am Sonntag in Paris seinen fünften Tour-de-France-Titel geholt. Im Gesamtklassement setzte er sich mit sechs Minuten und 26 Sekunden Vorsprung vor dem Belgier Remco Evenepoel durch.
Sein Teamkollege beim UAE Team Emirates XRG, der Mexikaner Isaac del Toro, 22 Jahre alt, belegte bei seinem allerersten Start bei der Tour de France den dritten Platz.
Der Niederländer Mathieu van der Poel gewann die Schlussetappe. Er setzte sich nach einer atemberaubenden letzten Runde auf dem Rundkurs über die Champs-Élysées durch. Sein Teamkollege, der Belgier Jasper Philipsen, und der Däne Mads Pedersen komplettierten das Podium.
Damit reiht sich Pogačar in die Liste der Legenden ein: Eddy Merckx, Miguel Indurain, Jacques Anquetil und Bernard Hinault sind bislang die einzigen weiteren Fahrer mit fünf Gesamtsiegen bei der Grande Boucle.
Der 26-jährige Slowene krönt damit eine außergewöhnliche Saison. Er hat unter anderem die Tour de Suisse und die Tour de Romandie sowie mehrere große Klassiker gewonnen. Damit bestätigt er seinen Status als prägende Figur im internationalen Peloton.
Paris: pulsierendes Herz der Tour de France
Die Tour de France 2026 stand so stark wie nie zuvor unter dem Eindruck von Hitze und Waldbränden. Die Organisatoren mussten drei Etappen verändern, darunter die am Sonntag in Paris ausgetragene Schlussetappe.
Wegen der Brände im Südwesten kürzten sie die 21. Etappe auf 89 Kilometer statt der ursprünglich geplanten 133. So sollten zusätzliche Kapazitäten für Rettungs- und Löschkräfte frei werden, die in die von den Flammen betroffenen Gebiete verlegt wurden.
Entsprechend der angepassten Streckenführung startete das Feld auf den Champs-Élysées. Danach nahm der Tross drei Mal die Rampe von Montmartre, bevor es zur finalen Zielankunft auf die berühmte Pariser Prachtstraße zurückging.
In ausgelassener Stimmung, besonders in der Rue Lepic, säumten zahlreiche Zuschauer die Strecke und feuerten die Fahrer an. Damit zeigte Paris erneut, wie sehr die Hauptstadt am Finale der Grande Boucle hängt.