Die Organisatoren haben die 21. Etappe verkürzt, damit Sicherheitskräfte schneller in die von Bränden betroffenen Gebiete kommen. Das Feld startet auf den Champs-Élysées. Es fährt dreimal über den Hügel von Montmartre und kehrt für die Zielankunft auf die berühmte Pariser Prachtstraße zurück.
Die Schlussetappe der Grande Boucle ist auf 89 statt ursprünglich 133 Kilometer verkürzt. Damit wird sie zu einem echten Pariser Finale.
Aufgrund „der außergewöhnlichen Lage durch die Brände“ im Südwesten haben die noch im Rennen verbliebenen Fahrer das Département Yvelines ausgelassen und sind mit dem Bus direkt in die Hauptstadt gefahren.
Ein längerer Kurs wäre schwieriger zu sichern gewesen. Das Innenministerium hat einen Teil der auf der Tour eingesetzten Polizei- und Gendarmeriekräfte abgezogen, um den Kampf gegen die Flammen in der Gironde zu verstärken.
Der Start auf dem verkürzten Kurs ist für 17.50 Uhr geplant. Das Feld dreht zunächst zwei zusätzliche Runden auf den Champs-Élysées, fährt dann den Rundkurs an der Butte Montmartre und kehrt anschließend auf die berühmte Pariser Prachtstraße zurück. Die Zielankunft wird gegen 19.45 Uhr erwartet.
Wie im Vorjahr und bei den Olympischen Spielen in Paris müssen die Fahrer dreimal die spektakuläre Rue Lepic hinauffahren. Dort hat sich bereits eine große Menschenmenge versammelt, um sie auf dem Weg zum Schlusssprint anzufeuern.
Tadej Pogačar: fünfter Tour-Triumph in Sicht
Bleiben Stürze oder Zwischenfälle aus, wird Tadej Pogačar am Sonntag seinen fünften Tour-de-France-Sieg einfahren. Damit würde er in der Bestenliste zu den Legenden Eddy Merckx, Miguel Indurain, Jacques Anquetil und Bernard Hinault aufschließen.
Mit 27 Jahren geht der Slowene mit einem komfortablen Vorsprung von sechs Minuten und 26 Sekunden auf den Belgier Remco Evenepoel in die letzte Etappe. Sein Teamkollege bei UAE Team Emirates XRG, der 22-jährige Mexikaner Isaac Del Toro, bestreitet seine erste Tour de France und liegt als Gesamt-Dritter knapp zehn Minuten hinter dem Gelben Trikot.
Pogačar erlebt eine außergewöhnliche Saison. Noch bevor die Tour de France zu Ende geht, hat er bereits die Tour de Suisse, die Tour de Romandie und mehrere große Klassiker gewonnen. Damit untermauert er seinen Status als dominierender Fahrer im internationalen Peloton.
Im vergangenen Jahr drängten sich laut Pariser Rathaus rund 500 000 Menschen in den Straßen der Hauptstadt, darunter etwa 180 000 in Montmartre, um die Tour-Fahrer zu feiern. Auch diesmal dürfte der Andrang die große Begeisterung für das Pariser Tour-Finale erneut bestätigen.