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Granada: Erdbeben der Stärke 5, zehn Provinzen betroffen

So sehen mehrere Fahrzeuge nach herabgestürzten Fassadenteilen beim Erdbeben von Granada am 15. August 2026 aus.
So wurden mehrere Autos durch herabstürzende Fassadenteile beim Erdbeben in Granada am 15. August 2026 beschädigt. Copyright  x.com
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Von Jesús Maturana
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Beben der Stärke fünf mit Epizentrum bei Alhendín hat Samstagnacht um 1.04 Uhr Granada erschüttert. Andalusien rief den Erdbeben-Notfallplan aus, es gab Sachschäden und mehr als 200 Notrufe, aber keine Verletzten.

Ein Erdbeben der Stärke 5 hat die Provinz Granada an diesem Samstag um 1.04 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Das Epizentrum lag bei Alhendín in zwei Kilometern Tiefe. Das Nationale Geographische Institut (IGN), das dem Ministerium für Verkehr, Mobilität und Stadtplanung untersteht, hatte die Stärke zunächst mit 4,8 angegeben und später auf 5 korrigiert.

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Die Erschütterung war neben Granada Stadt weit über den Großraum Granadas hinaus zu spüren. Das IGN sammelte Berichte von Anwohnern, die von herabfallenden Gegenständen, umgestoßenen Möbeln und wackelnden Türen und Fenstern in nahezu allen Gemeinden der Provinz und ihres Umlands berichteten. Spürbar war das Beben auch im Norden der Provinz, in Huéscar, an der Küste in Almuñécar, Salobreña und Motril sowie im Westen und in der Alpujarra.

Das Beben machte sich zudem über die Provinzgrenzen hinaus bemerkbar. In Jaén war es in Alcalá la Real, Linares und Jódar zu spüren, in Almería in der Hauptstadt sowie in Roquetas, El Ejido und Adra. In Málaga reichte das Beben von Fuengirola und Torremolinos bis nach Vélez, auch Córdoba-Stadt meldete Erschütterungen. Nach den vorliegenden Daten wurde das Erdbeben in insgesamt zehn Provinzen Granadas wahrgenommen.

Das Erdbeben setzt eine Serie kleinerer Erschütterungen fort, die die Menschen seit einem Tag ertragen müssen.

Granada erlebt starkes Beben: Live-Reaktionen und Schäden

Der Streamer Sasel war während des Erdbebens live auf Sendung und blieb bemerkenswert ruhig. Er lebt in Granada. Das Beben war kräftig, die endgültige Stärke lag laut IGN bei 5.

Sachschäden und Reaktion der Behörden

Das Erdbeben hat in mehreren Orten des Großraums Granada Teile von Fassaden und Dächern zum Einsturz gebracht. Zu den Gemeinden mit bestätigten Sachschäden gehört Armilla.

Der andalusische Notrufdienst 112 verzeichnete mehr als 200 Anrufe. Meldungen kamen aus allen Provinzen der Region, mit Ausnahme von Huelva und Cádiz.

Der für Präsidentschaft, Gesundheit und Katastrophenschutz zuständige Regionalminister Antonio Sanz hat die Aktivierung der Notfallstufe, operative Lage 1, des Plans für seismische Risiken angekündigt. Grund ist die Stärke des Bebens. Der Präsident der Junta de Andalucía, Juanma Moreno, rief zur Ruhe auf und warnte in sozialen Netzwerken vor beschädigten Gesimsen und Fassaden, von denen sich noch Teile lösen könnten.

Vor Ort räumten der Katastrophenschutz und die Sicherheitskräfte vorsorglich ein Gebäude in Las Gabias, das möglicherweise beschädigt wurde. Das bestätigte der für Notfälle zuständige Abgeordnete der Provinz Granada, Eduardo Martos.

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf Armilla und Churriana, wo Teile von Fassaden herabstürzten, sowie auf Huétor Vega, das vorübergehend ohne Strom war. Die Stadtpolizei von Granada erklärte, es gebe keine Verletzten. Allerdings wurden abgestürzte Gesimse und sichtbare Risse im Albaicín und im Stadtzentrum gemeldet.

Nachbeben und Erinnerung an den Schwarm von 2021

Sechs Minuten nach dem Hauptbeben wurde ein weiteres Erdbeben der Stärke 2,6 mit Epizentrum in Gójar und einer Tiefe von einem Kilometer registriert. Es blieb nicht allein. Das IGN zählte zwischen 1:08 Uhr und 3:19 Uhr 15 Erschütterungen in der Vega de Granada, allesamt Nachbeben des Bebens der Stärke 5. Hinzu kamen andere drei schwächere Beben, die bereits am Freitag in derselben Zone registriert worden waren und die Bevölkerung gewarnt hatten.

Die Abfolge der Erschütterungen, konzentriert in einem Gebiet mit derselben Verwerfungszone, erinnert an den seismischen Schwarm, der die Vega de Granada im Januar 2021 getroffen hatte. Damals aktivierte die Regionalregierung die Voralarmstufe ihres Erdbebenplans. Der Einsatz blieb drei Monate lang in Kraft, in dieser Zeit wurden mehr als 1.600 Meldungen im Zusammenhang mit der damaligen Bebenserie bearbeitet.

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