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Atomkraftwerk Paks läuft wieder auf Volllast: Ungarn gewinnt Kampf gegen Niedrigwasser

Eingang des Kernkraftwerks Paks
Eingang des Atomkraftwerks Paks Copyright  MTI
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Von Magyar Ádám & MTI
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Alle vier Reaktoren, alle acht Turbinen: Das Atomkraftwerk Paks ist zurück auf Volllast. Möglich wurde das durch eine Flussschwelle in der Donau, die schneller fertig wurde als geplant, und durch Regen im Donau-Einzugsgebiet in Deutschland und Österreich.

Das Atomkraftwerk Paks hat inzwischen seine maximale Leistung erreicht. Das teilte Ministerpräsident Péter Magyar am Mittwochabend auf seiner Facebook-Seite mit. Er erklärte, er sei darüber in der zwölften Stunde der Kabinettssitzung informiert worden.

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Nach seinen Angaben laufen in Paks alle vier Reaktoren und alle acht Turbinen einwandfrei. Péter Magyar bedankte sich für die intensive Arbeit der vergangenen Wochen bei allen Energie- und Wasserfachleuten.

Der Regierungschef berichtete außerdem, dass der Bau der Flussschwelle bei Paks schneller vorankomme als geplant. „Das rumänische Atomkraftwerk, das selbsternannte Fachleute zuvor als Beispiel genannt hatten, steht dagegen seit zwei Wochen still“, so der Ministerpräsident.

Bau der Flussschwelle bei Paks geht schneller voran als erwartet

Péter Magyar hatte bereits am Samstagnachmittag angekündigt, dass die Stromproduktion im Block drei des Atomkraftwerks früher als geplant wieder anlaufen werde, nämlich schon am Samstagabend. Bis Mittwoch solle das Kraftwerk seine volle Kapazität erreichen.

„Dank der Bauarbeiten in Paks und des gestiegenen Pegels der Donau kann die Produktion im Block drei früher als geplant, schon heute, wieder anlaufen. Am Abend melde ich mich live aus Paks und zeige die Wiederinbetriebnahme. Herzlichen Dank an alle“, schrieb der Ministerpräsident damals.

Die Regierung hatte vor zwei Wochen beschlossen, zur Sicherung der Kühlwasserversorgung des Atomkraftwerks Paks auf zweifache Weise in den Wasserstand der Donau einzugreifen. Als langfristige Lösung lässt sie eine Flussschwelle quer über das Flussbett zwischen Paks und Dunaszentbenedek errichten. Zugleich sollten in der Hoffnung auf einen schnellen Effekt zwei 80 Meter lange, fest verankerte Barken versenkt werden.

Dank der organisierten, abgestimmten Arbeit mehrerer Hundert Menschen und zahlreicher Unterstützungsleistungen ist die Flussschwelle in der vergangenen Woche schneller gewachsen als erwartet. Inzwischen staut sie das Wasser spürbar und deutlich zurück. Am vergangenen Montag lag der Pegel der Donau bei Paks noch bei minus 129 Zentimetern, am frühen Samstagmittag bei minus 110 Zentimetern und am Mittwochabend bereits bei minus 70 Zentimetern.

Zum positiven Trend trägt bei, dass im Einzugsgebiet der Donau in Deutschland und Österreich zur Wochenmitte größere Regenmengen gefallen sind. Der zusätzliche Zufluss hat inzwischen auch Ungarn erreicht.

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