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Deutsche Exporte sinken erstmals seit fünf Monaten – Sorge um Konjunkturerholung

ARCHIV: Die Raffinerie Ruhr Oel in Gelsenkirchen, Deutschland, am 5. August 2026. (AP Photo/Martin Meissner)
ARCHIV: Raffinerie Ruhr Oil in Gelsenkirchen, Deutschland, am 5. August 2026. (AP Photo/Martin Meissner) Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Una Hajdari
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Deutschlands Exportmotor stottert: Die Ausfuhren sind im Juli erstmals seit fünf Monaten gesunken. Schwächere Nachfrage aus China und der Eurozone wiegt den Aufschwung im US‑Handel auf.

Gerät die wirtschaftliche Erholung in Deutschland schon wieder ins Stocken? Im Juli sind die Ausfuhren erstmals seit fünf Monaten zurückgegangen. Das geht aus amtlichen Daten hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Damit wachsen erneut Zweifel, wie tragfähig die Erholung der größten Volkswirtschaft Europas tatsächlich ist.

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Die Exporte sanken demnach gegenüber dem Vormonat um null Komma acht Prozent auf 138,2 Milliarden Euro. Grund war eine schwächere Nachfrage aus der Eurozone und aus China, wie die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts Destatis zeigen.

Von der Finanzdatenfirma FactSet befragte Analysten hatten nur mit einem Minus von null Komma fünf Prozent gerechnet. Der Rückgang fiel damit deutlicher aus, als die Märkte erwartet hatten.

Die neuen Zahlen folgen nur wenige Tage auf enttäuschende Daten zur Industrieproduktion im Juli. Sie schüren die Sorge, dass die Turbulenzen infolge des Iran-Kriegs die zarte Konjunkturerholung abwürgen.

Destatis zufolge belastete vor allem ein Rückgang der Ausfuhren nach China um neun Komma fünf Prozent sowie ein Minus von zwei Komma acht Prozent bei den Lieferungen in andere Euro-Länder.

Der Handel mit den USA zeichnet jedoch ein anderes Bild. Die Exporte in Deutschlands wichtigsten Absatzmarkt für Waren stiegen gegenüber dem Vormonat um mehr als 19 Prozent. Die Lieferungen erholen sich damit weiter von der Schwächephase, die US-Präsident Donald Trumps Zolloffensive ausgelöst hatte.

Die Importe gingen im Juli zugleich um fünf Komma sieben Prozent auf 116,9 Milliarden Euro zurück. Der Handelsüberschuss wuchs damit auf 21,3 Milliarden Euro.

Die deutsche Wirtschaft schien den Energieschock durch den US-Krieg gegen den Iran zunächst besser zu verkraften, als viele befürchtet hatten.

Frühere Konjunkturindikatoren im laufenden Jahr fielen überraschend robust aus. Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute erhöhten deshalb in der vergangenen Woche ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr auf ein Komma zwei bis ein Komma vier Prozent.

Die Zahlen vom Dienstag zeigen, dass dieser neue Optimismus nun auf die Probe gestellt wird.

Weitere Quellen • AFP

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