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Griechenland: Eseltreiber verprügeln Tierschutz-Aktivistinnen

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Aktivisten protestieren in Santorini gegen sogenannte "Eseltaxis" für Touristen
Aktivisten protestieren in Santorini gegen sogenannte "Eseltaxis" für Touristen Copyright  PETA
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Von Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Drei PETA-Aktivistinnen sollen auf Santorini während einer Protestaktion gegen touristische Eselritte von mehreren Eseltreibern angegriffen worden sein. Videoaufnahmen zeigen eine körperliche Auseinandersetzung. Die Organisation kündigte Strafanzeige an.

Drei Aktivistinnen der Tierrechtsorganisation PETA solle am 7. September auf der griechischen Insel Santorini von mehreren Eseltreibern angegriffen worden sein. Das teilte die Organisation auf ihrer Webseite mit.

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Der Vorfall soll sich auf der Karavolades-Treppe zwischen dem alten Hafen und Firá, während die Frauen eine Protestaktion gegen den Einsatz von Eseln und Maultieren für den Transport von Touristen vorbereiteten.

Nach Angaben von PETA filmten die Aktivistinnen ihre Vorbereitungen und die Umgebung, als mehrere Männer versucht haben sollen, weitere Aufnahmen zu verhindern. Die Organisation wirft ihnen vor, Protestschilder zerstört, die Frauen beleidigt und körperlich angegangen zu haben. Eine Aktivistin soll ins Gesicht geschlagen worden sein.

Aufnahmen des Vorfalls zeigen eine körperliche Auseinandersetzung. In veröffentlichtem Videomaterial ist unter anderem zu sehen, wie eine Frau gegen eine Mauer gedrängt wird und anschließend auf die Stufen fällt. Wer genau für die einzelnen Handlungen verantwortlich war, müssen nun die zuständigen Behörden klären. Die Gemeinde Thira verurteilte jede Form von Gewalt und erklärte, die Ergebnisse der behördlichen Untersuchung abzuwarten.

PETA kündigte an, wegen des Vorfalls Strafanzeige zu erstatten.

Streit um Eselritte auf Santorini

Hintergrund der Aktion ist der seit Jahren geführte Streit um Esel und Maultiere, die auf Santorini Touristen zwischen dem alten Hafen und Firá transportieren. Die Route führt über mehr als 500 Stufen. Alternativ verbindet eine Seilbahn den Hafen mit der Stadt.

PETA setzt sich seit Jahren für ein vollständiges Verbot der touristischen Esel- und Maultierritte ein. PETA und andere Tierschutzorganisationen werfen Haltern und Behörden wiederholt Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen vor. Die Organisation erstattete 2023 gemeinsam mit der griechischen Tierschutzorganisation Ippothesis Anzeige gegen Tierhalter, Eseltreiber und lokale Behörden. Nach Angaben von PETA wurde dieses Verfahren inzwischen weitgehend eingestellt; gegen einen Tierhalter sei ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Die Organisation dokumentierte wiederholt Tiere mit Wunden und Abschürfungen und kritisiert unter anderem die Arbeitsbedingungen bei hohen Temperaturen. Die örtlichen Behörden verweisen dagegen auf Maßnahmen zur Verbesserung des Tierschutzes und die Durchsetzung bestehender Vorschriften.

Bei ihrer aktuellen Aktion wollten die Aktivistinnen eine technische Alternative präsentieren: Mit Exoskeletten sollten Besucher demonstrieren können, wie sich der Aufstieg ohne Tiere bewältigen lässt. PETA hatte der Gemeinde zuvor angeboten, die Anschaffung solcher Geräte finanziell zu unterstützen, falls die Eselritte eingestellt werden.

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