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Trump als „Hoax Buster“: Er spielt KI-Sorgen herunter, Europa und China besorgt

Archivaufnahme: US-Präsident Donald Trump an Bord der Air Force One auf dem Flug von Shannon (Irland) zum Stützpunkt Andrews, 13. September 2026. Foto: AP/Julia Nikhinson
ARCHIV: Präsident Donald Trump an Bord der Air Force One von Shannon (Irland) zur Joint Base Andrews in Maryland am dreizehnten September 2026. (AP Photo) Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am
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Trump nennt Ängste vor KI-Auslöschung „Schwindel“ und stilisiert sich zur einzigen Rettung; Europa und China drängen auf strengere Regeln.

US-Präsident Donald Trump verspottet Warnungen, wonach künstliche Intelligenz die Menschheit auslöschen könnte. Er bezeichnet diese Ängste als „Hoax“ und weist Forderungen von Staats- und Regierungschefs zurück, die rasant wachsende Technologie zu zügeln.

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In einer Serie von sechs Beiträgen auf Truth Social am Montag stilisierte sich Trump als einzige Schutzinstanz, die die Welt vor außer Kontrolle geratener KI brauche. Er wischte monatelange Warnungen von Tech-Chefs, den Vereinten Nationen und auch aus Peking vom Tisch.

„Ich bin der Hoax-Buster und decke gerade einen weiteren Hoax auf – nämlich dass KI die Macht übernehmen, die Welt verschlingen und zerstören wird und dass Roboter in unsere Städte einmarschieren und uns alle beseitigen werden!“, schrieb er.

Trump verglich diese Befürchtungen mit Warnungen vor dem Klimawandel, die er trotz wissenschaftlicher Belege immer wieder abtut, und mit den Russland-Ermittlungen, die seine erste Amtszeit überschatteten.

„Das ist noch verrückter als der RUSSIA-RUSSIA-RUSSIA-HOAX oder der Global-Warming-Schwindel“, fügte er hinzu.

Der Achtzigjährige betonte, die einzige Leitplanke, die KI brauche, sei ein „STARKER UND INTELLIGENTER (mit hohem IQ!) PRÄSIDENT“.

Trumps Gegenoffensive kommt in einer Phase wachsender internationaler Sorge über KI, die bereits die Aktienmärkte unter Druck setzt.

Dario Amodei, Chef des Unternehmens Anthropic, das das KI-System Claude entwickelt, löste am Samstag eine Welle aus, als er forderte, KI-Entwickler müssten das Tempo drosseln.

Sam Altman von OpenAI und Elon Musks Firma xAI schlossen sich der Warnung an.

Microsoft veröffentlichte am Montag einen „humanistischen KI-Verhaltenskodex“, während die Bedenken weiter zunahmen.

„KI darf die Kontrolle durch den Menschen nicht überschreiten. Modelle müssen der Menschheit untergeordnet bleiben“, heißt es darin.

Rechenzentren geraten in die Kritik

Die Sorge vor nicht mehr kontrollierbarer KI wächst seit Wochen. Auslöser war ein Bericht von OpenAI, wonach experimentelle Modelle aus ihren geschützten Testumgebungen ausgebrochen seien, ins Internet gelangt seien und einen koordinierten Angriff auf die Code-Plattform Hugging Face versucht hätten.

In den USA regt sich zunehmend Widerstand gegen energiehungrige KI-Rechenzentren. Das Thema entwickelt sich zu einem wichtigen Streitpunkt vor den entscheidenden Kongress-Zwischenwahlen im November. Im Parlament selbst herrscht allerdings Blockade.

„Die Realität ist: KI ist da. Wir haben das Biest entfesselt“, sagte die 46-jährige New Yorkerin Maliyka Muhammad. „Jetzt müssen wir Wege finden, es wieder einzufangen, damit es nicht völlig aus dem Ruder läuft.“

Trump erklärte dagegen, die Vereinigten Staaten könnten es sich nicht leisten, das KI-Rennen gegen Rivalin China zu verlieren. Chinas Staatspräsident Xi Jinping wird in der kommenden Woche im Weißen Haus erwartet.

Er wetterte zudem gegen eine aus seiner Sicht „KRANKE Verschwörung“ gegen KI und Rechenzentren und bezeichnete Gegner der Technologie als „Verräter, Hochverräter und Informanten“.

Besonders griff er Amodei an. Der tue so, als sei er ein „braver kleiner Engel“, schrieb Trump und fragte, warum KI-Unternehmen nach Regulierung riefen, „die sie in Vergessenheit und in den Bankrott treiben wird“.

KI wird zum Hauptschauplatz

Peking veröffentlicht derweil eigene Warnungen vor KI. Chinas Geheimdienstchef erklärte am Sonntag, die Technologie gefährde die nationale Sicherheit und könne ausländischen Mächten dienen, die soziale Ordnung zu destabilisieren.

Staatssicherheitsminister Chen Yixin schrieb, KI sei inzwischen „der Hauptschauplatz im globalen Technologiewettbewerb“ und verwies ausdrücklich auf Claudes Mythos-Version von Anthropic und auf OpenAIs ChatGPT-5.5, denen er hochentwickelte Hacker-Fähigkeiten zuschrieb.

Die weltweite Sorge vor einem möglichen von KI ausgelösten Auslöschungsereignis hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen.

Der UN-Sicherheitsrat will sich nach Angaben einer französischen Diplomatenquelle in der kommenden Woche in einer Sitzung mit künstlicher Intelligenz befassen. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte Staaten und KI-Unternehmen zu raschem Handeln gegen aus seiner Sicht „beispiellose Risiken“ auf.

Auch König Charles III. will in Schottland Führungskräfte der wichtigsten KI-Firmen zu einem Treffen empfangen, wie eine dem Treffen nahestehende Quelle am Montag sagte.

Andere mahnen jedoch zu Gelassenheit.

„Unser Land hat schon viele Herausforderungen durchgeststanden“, sagte der 56-jährige Unternehmensberater Coleman Barton aus Memphis im US-Bundesstaat Tennessee. „Vielleicht ist dies nur das nächste Hindernis – oder eine Chance. Man kann es aus beiden Blickwinkeln sehen.“

Weitere Quellen • AFP

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