Bei den Astana Finance Days 2026 diskutierten Expertinnen und Experten darüber, wie Kasachstan über seine traditionelle Rolle als Transitland hinauswachsen und zu einem regionalen Zentrum für Produktion, Handel und Investitionen werden kann.
Bei einem der größten Finanzforen Zentralasiens moderierte Euronews eine Podiumsdiskussion darüber, wie Kasachstan seine zentrale Lage im Herzen Eurasiens über seine Transitfunktion hinaus nutzen und Logistik, Produktion und Investitionen weiterentwickeln kann.
Infrastrukturinvestor Nurzhan Marabayev erklärte, eine effiziente, transparente und wettbewerbsfähige Logistik könne den Weg für neue Projekte in ganz Zentralasien ebnen. Kasachstan habe vergleichsweise niedrige Arbeits-, Ressourcen- und Baukosten, erklärte er. Die hohen Logistikkosten blieben für den Binnenstaat jedoch eine Herausforderung.
Flughafendirektorin Meruyert Zholdybayeva hob das Potenzial des multimodalen Verkehrs hervor und verwies auf eine Verbindung zwischen China und Europa, auf der Waren in sieben Tagen von Shenzhen nach Europa gelangen. Ihr zufolge könnte Aktau langfristig zu einem wichtigen Knotenpunkt werden, der Bahn-, See- und Luftverkehr miteinander verbindet.
Auch die verarbeitende Industrie wächst. Alima Issembayeva zufolge stieg das Produktionsvolumen von 2,3 Billionen Tenge im Jahr 2021 auf fast 4 Billionen Tenge im Jahr 2025. Gleichzeitig haben sich die Exporte zwischen 2021 und 2024 mehr als verdoppelt.
Handelsexperte Ilya Urazakov nannte Kasachstans Bilanz bei ausländischen Direktinvestitionen und seine natürlichen Ressourcen als wesentliche Vorteile, während Professor Tom Vinaimont die Bedeutung von Währungsabsicherung und verlässlichen Finanzierungsbedingungen betonte.