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Sonnenausbruch erreicht Erde: Forscher erwarten leichte Stürme

WSA-Enlil ist ein großskaliges, physikbasiertes Modell der inneren Heliosphäre und wird von der Weltraumwettervorhersage-Zentrale genutzt.
Das WSA-Enlil-Modell beschreibt die innere Heliosphäre und dient dem Space Weather Forecast Office als großskaliges, physikbasiertes Werkzeug. Copyright  NOAA
Copyright NOAA
Von Roselyne Min
Zuerst veröffentlicht am
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Eine von der Sonne am Montag ausgestoßene Materiewolke soll laut Prognosen am Donnerstag die Erde erreichen. Möglich ist ein schwacher geomagnetischer Sturm, an hohen Breiten könnten Polarlichter am Himmel erscheinen.

Eine große Wolke aus Materie, die die Sonne ausgestoßen hat, soll am Donnerstag die Erde erreichen und könnte einen leichten geomagnetischen Sturm auslösen. Das meldet das Astronomieportal EarthSky in einem Bericht (Quelle auf Englisch), den ein NASA-Sonnenforscher mitverfasst hat.

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Die äußere Atmosphäre der Sonne besteht aus extrem heißem, elektrisch geladenem Gas. Manchmal schleudert die Sonne gewaltige Mengen dieses Materials ins All. Fachleute sprechen dann von einem koronalen Massenauswurf (CME), erklärt die US-Raumfahrtbehörde NASA (Quelle auf Englisch).

Das aktuelle Ereignis begann am Montag mit einem Ausbruch aus der aktiven Region AR4528. Am folgenden Tag berichtete EarthSky, weitere Analysen hätten gezeigt, dass ein Teil der ausgestoßenen Materie in Richtung Erde unterwegs ist und nach Modellrechnungen der US-Behörde NOAA etwa am Donnerstag eintreffen könnte.

Vorhersagemodelle deuten darauf hin, dass sich die Auswirkungen im Laufe des Tages allmählich aufbauen und nicht schlagartig einsetzen. Ein schneller Sonnenwind aus einem koronalen Loch verstärkt den Schub des CME.

Sonneneruption erreicht Erde: Was dann passiert

Trifft die Materiewolke auf die Erde, kann sie das Magnetfeld des Planeten stören. Dann entsteht ein sogenannter geomagnetischer Sturm.

Je nach Stärke beeinträchtigt ein solcher Sturm Satelliten, Navigation und Funkverbindungen. Besonders heftige Ereignisse können außerdem Stromnetze aus dem Takt bringen.

Geomagnetische Stürme erzeugen auch Polarlichter. Geladene Teilchen der Sonne treffen in großer Höhe auf Gase in der Erdatmosphäre und bringen sie zum Leuchten.

Bei stärkeren geomagnetischen Stürmen breiten sich die Lichter weit über die Polarregionen hinaus aus. Dann werden sie auch in Gegenden sichtbar, in denen sie sonst kaum zu sehen sind.

Der aktuell erwartete Sturm bleibt nach bisherigen Einschätzungen jedoch schwach.

NOAA sagt Bedingungen der Stufe G1 voraus. Das ist die niedrigste Stufe auf ihrer fünfstufigen Skala für geomagnetische Stürme.

Bei G1 sind nach Angaben der Behörde leichte Schwankungen in Stromnetzen möglich, und Satelliten können geringfügig beeinflusst werden. Polarlichter können ebenfalls auftreten, werden aber vor allem in hohen Breiten erwartet.

Für die meisten Menschen dürfte dieses Ereignis daher kaum spürbare Auswirkungen auf Technik haben. Die aktuelle Prognose deutet zudem nicht auf besonders weit verbreitete Polarlichter über Europa hin.

Entscheidend ist, wie das Magnetfeld der ankommenden Sonnenmaterie mit dem Magnetfeld der Erde wechselwirkt, betont EarthSky.

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