Der Medienkonzern CBS News berichtet, dass die US-Armee Einsatz von Sanitäts-, Logistik- und Militärpolizeieinheiten prüft. Laut dem Bericht halte das Pentagon Pläne für einen möglichen Einsatz in Kuba bereit.
Einem Medienbericht zufolge soll die US-Armee Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz rund um Kuba prüfen. Das berichtet exklusiv der US-Sender CBS News am Freitag. Demnach hat er eine interne Mitteilung der Armee eingesehen und mit mehreren US-Regierungsvertretern gesprochen, die mit den Planungen vertraut sind.
Die Reserve der US-Armee untersucht, ob sie dem Südkommando Militärpolizei-Kräfte, Sanitätspersonal und weitere Unterstützungseinheiten zur Verfügung stellen kann. Der Zeitraum liegt nach dem von CBS News geprüften Dokument zwischen 90 und 120 Tagen.
In dem internen Schreiben fällt der Name Kuba nicht ausdrücklich. Mehrere US-Beamte erklärten dem Sender jedoch unter Zusicherung der Anonymität, die Anfrage sei Teil von der Militärplanung der USA für die Insel.
Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der Einsatz von Einheiten bereits angeordnet wurde. Das Papier nennt auch nicht, wohin die Kräfte geschickt würden oder an welcher Art Operation sie teilnehmen könnten.
Sanitäts-, Logistik- und Militärpolizei-Einheiten
Nach Angaben des US-Senders fragt das Dokument nach der Verfügbarkeit von sechs Arten von Einheiten, die dem US-Südkommando unterstellt werden könnten. Dieses Kommando ist für US-Militäreinsätze in Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik zuständig.
Dazu zählen spezialisierte Einheiten für Logistik, Transport, Wartung, Treibstoff und Nachschub sowie ein Pionierbataillon.
Außerdem umfasst die Anfrage eine Sanitätsbrigade und Teams, die Notoperationen und Versorgung Verwundeter nahe den eingesetzten Truppen leisten können. Gefordert wird auch eine Militärpolizei-Brigade, die üblicherweise für Bewachung, Festnahmen und andere polizeiliche Aufgaben zuständig ist.
Ein Sprecher des Südkommandos wollte gegenüber CBS News aus Gründen der Operationssicherheit keine Details zu möglichen Truppenbewegungen oder Zeitplänen nennen. Er betonte, das Kommando bewerte fortlaufend den militärischen Bedarf in seinem Zuständigkeitsbereich.
Die Meldung folgt auf Monate wachsender Spannungen und Drohungen durch den US-Präsidenten Donald Trump. Er erklärte in dieser Woche vor der UN-Generalversammlung, Kuba sei "ein gescheiterter Staat" und werde "fallen".