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Ölexporte aus dem Nahen Osten ohne Iran erreichen wieder Vorkriegsniveau

Archivfoto: Ein Öltanker ankert in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran, Samstag, zweiten Mai 2026.
Archivfoto: Ein Öltanker liegt vor Anker in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran, am Samstag, dem zweiten Mai 2026. -  Copyright  Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP
Copyright Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP
Von Doloresz Katanich mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Ölexporte aus dem Nahen Osten ohne Iran liegen laut Kpler erstmals wieder über dem Vorkriegsniveau. Pipelines umgehen die Straße von Hormus trotz anhaltender Angriffe auf die Schifffahrt.

Trotz Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus sind die Rohölausfuhren aus der Golfregion des Nahen Ostens ohne Iran im September wieder auf Vorkriegsniveau gestiegen. Darauf weisen Daten des Schifffahrtsanalyse-Unternehmens Kpler hin. Grund ist vor allem eine Neuordnung der Exportwege.

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„Mindestens 16,5 Millionen Barrel pro Tag (mbd) haben die Region zwischen dem 1. und 28. September verlassen und damit den Vorkriegsschnitt ohne Iran erreicht. Das liegt 10,5 mbd über dem Monatsdurchschnitt im März“, teilte Kpler mit.

Inzwischen umgehen 40 Prozent dieser Exporte die Straße von Hormus, vor Kriegsbeginn waren es 17 Prozent. Pipelines in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten dienen dabei als wichtige Ausweichrouten. Die meisten Tanker, die die Meerenge passieren, wechseln auf offener See das Schiff.

Die Statistik umfasst Rohöl und Kondensat.

In den Exportzahlen sind auch Transporte über das Rote Meer enthalten. Immer mehr Exporteure wählen diese Route, um Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus auszuweichen. Vor Beginn des Konflikts lief etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge.

Die Ölpreise liegen weiterhin deutlich über dem Vorkriegsniveau. Die internationale Referenzsorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Montagmorgen 102,25 Dollar je Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate notierte bei 90,50 Dollar.

Vor Kriegsbeginn lagen Brent-Futures bei rund 72 Dollar. Die Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus haben die Weltwirtschaft erschüttert, Staaten zu einer hektischen Suche nach Alternativen gezwungen und die Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben.

Iran beansprucht die Kontrolle über die Wasserstraße weiterhin für sich. Schiffe ohne seine Genehmigung riskieren Angriffe. Dennoch gelangen wieder mehr Frachter durch die Meerenge, und die Ausweichrouten laufen am Limit.

Trotz der Erholung der Exporte warnen Fachleute, dass von Normalität keine Rede sein kann. Eine von den USA durchgesetzte Blockade iranischer Häfen bremst weiterhin einen großen Teil der iranischen Ölausfuhren.

Saudi-Arabien profitiert vom Wiederanlauf seiner Ost-West-Pipeline. Sie verbindet die großen Ölfelder im Osten des Landes mit dem Rotmeer-Terminal Yanbu und umgeht damit die Straße von Hormus.

Die Leitung war nach Angriffen aus dem Irak am 11. September stillgelegt worden und nahm am 22. September den Betrieb wieder auf, erklärte Kpler-Analystin Amena Bakr vergangene Woche.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen über eine Umgehungsroute. Eine Pipeline führt von den Ölfeldern in Abu Dhabi zum Terminal Fujairah am Golf von Oman außerhalb der Meerenge.

Die Erholung der Exporte fällt in eine Phase stabiler Förderpolitik. Die sieben Kernmitglieder der Allianz OPEC+, also der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner wie Russland, beschlossen am Sonntag, ihre Produktionsziele für November unverändert zu lassen. Beobachter hatten damit gerechnet.

Die sieben Staaten förderten im August rund 25 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Das waren 630.000 Barrel mehr als im Juli, heißt es im OPEC-Bericht für September.

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