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Unternehmen in Deutschland lassen sich ihre Zuversicht nicht nehmen

Unternehmen in Deutschland lassen sich ihre Zuversicht nicht nehmen
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Von Euronews
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War was? Flüchtlingskrise, VW-Skandal, Anschläge in Paris – viele deutsche Unternehmen blicken trotz allem positiv in die Zukunft. Das Wachstum hat

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War was? Flüchtlingskrise, VW-Skandal, Anschläge in Paris – viele deutsche Unternehmen blicken trotz allem positiv in die Zukunft. Das Wachstum hat zwar an Fahrt verloren, hält aber an. Im November stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex überraschend von 108,2 Punkten im Oktober auf 109,0.

Ifo Business Climate Index for #Germany rises to 17-month high of 109.0 in November (consensus: 108.2) pic.twitter.com/dh6Ppg0lzb

— Markit Economics (@MarkitEconomics) November 24, 2015

Ihre aktuelle Geschäftslage sowie die Erwartungen für die kommenden sechs Monate bewerteten die befragten Unternehmen besser als zuletzt. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Klaus Wohlrabe, Konjunkturexperte des Ifo Instituts, München:

“Viele hatten erwartet, dass der IFO-Index sinkt, auch aufgrund der Attacken in Paris. Aber unsere Daten zeigen, dass die Antworten, die danach eingegangen sind, sich nicht anders verhalten haben. Das heißt, die Tendenzen waren dieselben und der Index wäre gestiegen. Es zeigt sich, dass diese Unsicherheit im Markt keine Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat. Sie zeigt sich also unbeeindruckt, möchte weiter investieren. Und dem deutschen Konsum geht es schon seit Monaten sehr gut.”

Hoher Konsum sorgte im Sommer dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 (nach 0,4 und 0,3) Prozent stieg , so Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

«Die Verbraucher haben die Wirtschaft gerettet und die Industrie-Flaute im Sommer kompensiert», sagte Carsten Brzeski, Chef-Ökonom der ING-DiBa. Gute Konsumstimmung und Investitionen zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms würden die Binnennachfrage ankurbeln, meinte auch KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Nach Angaben der Statistiker nahmen sowohl die privaten Konsumausgaben (+ 0,6 Prozent) als auch die des Staates kräftig zu (+ 1,3 Prozent). «Hier dürften bereits Mehrausgaben zur Aufnahme der Flüchtlinge für die spürbare Steigerung verantwortlich sein», meinte BayernLB-Ökonom Stefan Kipar. Ein Anstieg in vergleichbarer Höhe beim öffentlichen
Konsum sei zuletzt in Zeiten der Konjunkturprogramme 2009 verzeichnet worden.

Die Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft in absehbarer Zukunft keine riesigen Sprünge zu. «Das leicht verringerte Expansionstempo der deutschen Wirtschaft im Sommer könnte auch im Jahresschlussquartal 2015 anhalten», heißt es im Monatsbericht für den November.

The world economy is not where is should be. ifo_Institut</a> <a href="https://t.co/ukzknBRyDd">pic.twitter.com/ukzknBRyDd</a></p>&mdash; Olaf Gersemann (OlafGersemann) November 12, 2015

Einig sind sich die Experten, dass niedrige Energiepreise,
hohe Erwerbstätigkeit bei steigenden Löhnen, Mini-Zinsen und
Zuwanderung die Kauflust der Verbraucher in Deutschland weiter befeuern und so die Konjunktur in Schwung halten.

su mit Reuters, dpa

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