Eurozone: Februar mau, viele Risiken - "kein Wunder, dass man da als Unternehmer vorsichtig ist"

Eurozone: Februar mau, viele Risiken - "kein Wunder, dass man da als Unternehmer vorsichtig ist"
Von Euronews
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Die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern in der Euro-Zone liefen im Februar so schleppend wie seit über einem Jahr nicht mehr. Der gemeinsame

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Die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern in der Euro-Zone liefen im Februar so schleppend wie seit über einem Jahr nicht mehr.

Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex fiel um 0,6 auf 53,0 Punkte, so das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 5.000 Betrieben. Alles über der Marke von 50 Zählern signalisiert Wachstum. Das Ergebnis fiel immerhin etwas besser aus als zunächst mit 52,7 Punkten geschätzt.

La zone Euro toujours bien orientée selon l'indice Markit, la France… toujours à la traîne :( pic.twitter.com/db5swIy8XP

— Alexis Karklins (@alexiskarklins) 3 février 2016

“Die Abkühlung der Wirtschaftstätigkeit, der damit einhergehende verlangsamte Jobaufbau und die stärkste Reduzierung der Verkaufspreise seit einem Jahr deuten darauf hin, dass der Aufschwung der Euro-Zone auf breiter Front an Dynamik verliert”, hieß es bei Markit.

Jeremy Batstone-Carr, Chefvolkswirt Charles Stanley, London:

“Die Wirtschaftstätigkeit in der Euro-Zone hat sich abgeschwächt, da sind wir ganz sicher. Sorgen macht die Unsicherheit der Euro-Zone in mehreren Bereichen: Bankensektor, Brexit, Ukraine als Dauerthema. Es gibt eine schwache Regierung oder gar keine in Spanien, und diese extremistischen politischen Parteien. Die Position Angela Merkels als deutsche Kanzlerin wird hinterfragt und natürlich gibt es auch noch die Debatte über die Wirksamkeit der Politik der EZB – kein Wunder, dass man da als Unternehmer vorsichtig ist.”

Zu den einzelnen Ländern sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson: “Während Deutschland, Italien und Spanien moderates Wachstum signalisieren, droht Frankreich wahrscheinlich Stagnation”. Der deutsche Einkaufsmanagerindex gab um 0,4 auf 54,1 Zähler nach, wobei der für die Dienstleister stieg und der für die Industrie sank.

Auch in China sieht es nach Abkühlung aus: Im Februar bremste das Wachstum im Service-Bereich der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt deutlich ab. Der Einkaufsmanager-Index von Markit und dem Medienhaus Caixin fiel auf 51,2 Punkte, nach 52,4 im Januar.

su mit Reuters

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