Trump macht per Twitter Industriepolitik - Ford streicht Werk in Mexiko

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Der US-Autobauer Ford streicht seine Baupläne für ein 1,5 Milliarden Euro teures Werk in Mexiko.

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Der US-Autobauer Ford streicht seine Baupläne für ein 1,5 Milliarden Euro teures Werk in Mexiko.

Statt dessen solle knapp die Hälfte in eine Fabrik in Michigan in den USA investiert werden, so Ford.

Großer Profiteur ist eine Kleinstadt im Bundesstaat Michigan: Flat
Rock, keine 10.000 Einwohner, ein Ford-Werk als Dreh- und Angelpunkt. Als Ford ankündigt, die Fabrik für 668 Millionen Euro in eine Hightech-Schmiede für innovative Mobilität umzurüsten, gerät die Stadt in einen Ausnahmezustand. Zur Fertigung von Klassikern wie dem Mustang kommen Zukunftstechnologien wie Roboterautos und Elektroantriebe. 700 Jobs sollen entstehen.

Trump Not Even in Office Yet And Has Accomplished More Than “Lame Duck” Obama Had in 8 Years! #Maga#TrumpEffecthttps://t.co/bA5jgqGw17

— Immigrants☆4☆Trump (@immigrant4trump) 4. Januar 2017

Ana Rodriguez aus dem mexikanischen Bundesstaat San Luis Potosi:

“Wir machen die Arbeit immer so, wie sie das haben wollen. Da bin ich ja mal gespannt, wenn sie die Fabrik in den Vereinigten Staaten bauen und möchte die Amerikaner sehen, die unsere Jobs machen wollen.”

Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte den zweitgrößten US-Autobauer wegen der geplanten Mexiko-Investition massiv kritisiert.

Juan Manuel Carreras, Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates San Luis Potosi, will sein Geld zurück:

“Die Landesregierung und die Ford Motor Company werden im Einklang mit den Vertragsbedingungen verfahren. Die vereinbarten Regeln für die vorzeitige Kündigung sehen im vorliegenden Fall eine Gesamterstattung aller Ausgaben der Staatsregierung für dieses Projekt vor.”

Wenige Stunden vor der Ansage bei Ford waren in einem Trump-Tweet die Kollegen von General Motors (GM) dran: “General Motors schickt mexikanisches Modell des Chevy Cruze zu den US-Autohändlern – steuerfrei über die Grenze. In den USA herstellen oder an der Grenze eine Riesensteuer zahlen!”

General Motors is sending Mexican made model of Chevy Cruze to U.S. car dealers-tax free across border. Make in U.S.A.or pay big border tax!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 3. Januar 2017

Dazu die Firma: Der Bau einiger Cruze-Autos in der Anlage in Coahuila, Mexiko sei Teil ihrer Strategie für globale Kunden – nicht,diese Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten zu verkaufen.

GM tells CNBC</a> the Chevrolet Cruze, which Trump criticized for being "Mexican made", is manufactured in Lordstown, Ohio. <a href="https://t.co/O82Yg3CNlX">pic.twitter.com/O82Yg3CNlX</a></p>&mdash; Kyle Griffin (kylegriffin1) 3. Januar 2017

Trump bedankte sich – per Tweet – bei Ford für den Rückzieher:

Thank you to Ford for scrapping a new plant in Mexico and creating 700 new jobs in the U.S. This is just the beginning – much more to follow

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 4. Januar 2017

“Das ist erst der Anfang. da kommt noch viel mehr.”

Sigrid Ulrich mit Reuters

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