Türkische Richter sperren Buchungsportal Booking.com

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Von Euronews
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«Wir widersprechen der einstweiligen Verfügung und legen Berufung ein.

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«Wir widersprechen der einstweiligen Verfügung und legen Berufung ein. Booking.com verhält sich immer konform zu den lokalen Richtlinien» – so reagierte das Hotelbuchungsportal Booking.com auf einen gerichtlich angeordneten Stopp von Vermittlungen in der Türkei. Türkische Hoteliers hatten sich über die Höhe der Vermittlungsgebühren von Booking.com beklagt, Istanbuler Richter die Marktmacht des Vermittlers mit Sitz in Amsterdam in den Niederlanden als wettbewerbsverzerrend eingestuft.

Die Booking.com-Muttergesellschaft Priceline in den USA gilt als größtes Online-Reisebüro weltweit.

#BREAKING: https://t.co/DCd7NE2JOZ halts reservations in Turkey after court decision https://t.co/U1g9HEqE5qpic.twitter.com/whOjwSVomu

— Hürriyet Daily News (@HDNER) 30. März 2017

Das Gericht habe Booking.com außerdem aufgrund einer früheren Beschwerde zu 636.000 Euro Geldstrafe für „dem fairen Wettbewerb widersprechende“ Aktivitäten in der Türkei verurteilt, so der Kläger, der zum Teil staatliche türkische Reisebüro-Verband Türsab.

Über die App und die Webseite des Portals Booking.com waren aus der Türkei heraus keine Unterkünfte im Land mehr zu buchen.

#Turkey#Tourism
Bookings 60% down. pic.twitter.com/N2S1PCvlCW

— ISTANBUL THEMES (@ISTANBUL_THEMES) 17. März 2017

Die Tourismusbranche in der Türkei ist in einer schweren Krise. Terroranschläge und die angespannte politische
Lage im Land haben die Zahl der ausländischen Urlauber reduziert. 2013 waren im Februar noch 1,62 Millionen Touristen angekommen, in diesem Jahr fast eine halbe Million weniger.

Chart shows Turkey's tourism revenues in 12-month intervals between Jan 2015 and Jan 2017. Another reason why lira is rapidly depreciating. pic.twitter.com/tqIHPJTu6a

— Mustafa Yilmaz (@MustafaEdib) 14. März 2017

Der Tourismus steht für 13 Prozent der türkischen Wirtschaft, 8 Prozent aller Arbeitsplätze hängen von der Branche ab.

Twitter-Sarkasmus:

One of #Erdogan's most successful policies has been the destruction of #tourism in #Turkey
1m #Dutch tourists a year – maybe notpic.twitter.com/czk4JXiuCu

— Tabeeb62 طَبيب (@Tabeeb62) 13. März 2017

su mit Reuters

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