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Aufatmen nach Schweizer Bankendeal - Märkte reagieren positiv

EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Montag bei einer Anhörung vor dem Europäischen Parlament
EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Montag bei einer Anhörung vor dem Europäischen Parlament Copyright European Union, 2023.
Copyright European Union, 2023.
Von Stefan Grobe
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Europäische Politiker haben die Notübernahme des angeschlagenen Bankenriesen Credit Suisse durch die Schweizer UBS als entscheidenden Schritt zur Stützung des Finanzsystems und zur Beruhigung der Märkte begrüßt.

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Die europäischen Aktienmärkte haben den Schweizer Bankendeal positiv verdaut.

Nachdem sie ihre anfänglichen Verluste wettgemacht hatten, drehten die europäischen Bankaktien wieder ins Plus.

Auch die europäischen Politiker begrüßten die Notübernahme des angeschlagenen Bankenriesen Credit Suisse durch die Schweizer UBS als entscheidenden Schritt zur Stützung des Finanzsystems und zur Beruhigung der Märkte.

Bei einer Anhörung im Europäischen Parlament in Brüssel lobte die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, die jüngsten Entscheidungen der Schweizer Behörden als entscheidend für die Wiederherstellung geordneter Marktverhältnisse.

Befürchtungen, dass die Probleme der Credit Suisse auf den Euroraum übergreifen könnten, hielt Lagarde für unbegründet.

"Wir beobachten die Marktentwicklungen genau und sind bereit, bei Bedarf zu reagieren, um die Preis- und Finanzstabilität im Euro-Währungsgebiet zu gewährleisten. Der Bankensektor des Euro-Währungsgebiets ist widerstandsfähig und verfügt über eine starke Kapital- und Liquiditätsposition."

Zuvor hatte die EZB gemeinsam mit fünf anderen westlichen Zentralbanken angekündigt, Bargeld über das globale Finanzsystem verfügbar zu halten.

Der Schritt folgte auf die Entscheidung der EZB, die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte zu erhöhen - eine starke Anhebung, die für einige Beobachter überraschend kam, von Lagarde aber als "angemessen" bezeichnet wurde.

Die deutsche Regierung reagierte ebenfalls positiv.

Wolfgang Büchner, Regierungssprecher: "Die Situation ist nicht mit 2008 und 2009 vergleichbar. Der Gesetzgeber und die Bankenaufsicht in Europa haben aus der globalen Finanzkrise von 2008 gelernt und die Bankenregulierung deutlich verschärft."

Die Credit Suisse ist das jüngste und wichtigste Opfer einer Vertrauenskrise, die bereits zwei mittelgrosse US-Banken in den Ruin getrieben hat.

Der zweitgrößte Kreditgeber der Schweiz wurde als eine der 30 wichtigsten Banken der Welt angesehen - deshalb wurde diese Übernahme von den Schweizer Behörden im Eilverfahren durchgeführt.

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