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Börsen steigen, Ölpreis fällt: Trumps Aussagen nähren Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs

Devisenhändler beobachten Bildschirme neben einer Anzeige des KOSPI in Südkorea, am ersten April zweitausendsechsundzwanzig.
Devisenhändler verfolgen Kursdaten auf Monitoren neben einer Anzeige des KOSPI in Südkorea, am ersten April 2026. Copyright  AP Photo/Ahn Young-joon
Copyright AP Photo/Ahn Young-joon
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Europäische und asiatische Börsen legen am Mittwoch zu, da Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump wächst, die US-Truppen in zwei bis drei Wochen abzuziehen.

Neue Hoffnungen auf eine mögliche Deeskalation im Krieg mit Iran, der inzwischen in seine fünfte Woche geht, haben den Börsen in Europa und Asien am Mittwoch kräftig Auftrieb gegeben.

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Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung legt der Euro Stoxx 50 um mehr als ein Prozent zu, der breiter gefasste Stoxx 600 gewinnt rund zweieinhalb Prozent.

In London steigt der FTSE 100 um knapp ein Prozent. Der deutsche DAX und der französische CAC 40 ziehen in etwa ebenso stark an. Am deutlichsten legt die italienische Leitbörse FTSE MIB zu, sie gewinnt gut eineinhalb Prozent.

Bei einer informellen Pressebegegnung im Weißen Haus sagte US‑Präsident Donald Trump am Dienstag, die USA würden Angriffe auf Iran „wahrscheinlich“ innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen einstellen – „ob wir nun eine Vereinbarung haben oder nicht“.

Nach Trumps Äußerungen gaben auch die kurzfristigen Öl‑Futures deutlich nach: Brent und WTI notieren jeweils rund vier Prozent tiefer und wieder unter der Marke von 100 Dollar je Barrel.

Trump betonte zudem, die USA würden mit dem, was in der Straße von Hormus als Nächstes geschehe, „nichts zu tun haben“.

Trotz der Erleichterung warten die Märkte gespannt auf Trumps Ansprache zur Lage im Konflikt. Nach Angaben der Sprecherin des Weißen Hauses soll sie in der Nacht auf Donnerstag erfolgen.

Leavitt kündigt Trumps Ansprache an die Nation an

Asien-Börsen, US-Futures und Edelmetalle

Auch an den asiatischen Börsen zogen die Kurse am Mittwoch nach Trumps Ankündigung deutlich an.

Der südkoreanische Kospi macht zum Zeitpunkt der Berichterstattung die Verluste vom Wochenbeginn wett und schießt um mehr als acht Prozent nach oben, der japanische Nikkei 225 gewinnt über zwei Prozent.

Eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage der japanischen Notenbank zeigt, dass sich die Stimmung in den großen Industriebetrieben verbessert hat – trotz anhaltender Sorgen über den Krieg mit Iran.

Auch der Hang Seng in Hongkong liegt mehr als zwei Prozent im Plus, der Shanghai Composite gewinnt rund eineinhalb Prozent. In Indien steigt der Sensex um etwa zwei Prozent, in Australien legt der ASX 200 um rund ein Prozent zu. Der taiwanische Taiex klettert um mehr als vier Prozent.

„Die Hoffnung auf Deeskalation verleiht den Märkten Rückenwind. Wir gehen aber davon aus, dass viele Kriegsfolgen selbst bei einem schnellen Ende noch spürbar bleiben werden“, schrieb Thomas Mathews, Leiter des Marktbereichs für den Asien‑Pazifik‑Raum bei Capital Economics, in einer Analyse am Mittwoch.

US‑Futures notieren ebenfalls durchweg zwischen gut null Komma sieben und rund ein Komma zwei Prozent im Plus.

Zuvor hatten die US‑Börsen am Dienstag den stärksten Handelstag seit fast einem Jahr verzeichnet. Der S&P 500 stieg um zwei Komma neun Prozent – das war der größte Tagesgewinn seit Mai.

Der Dow Jones Industrial Average rückte um zwei Komma fünf Prozent vor, die Technologiebörse Nasdaq sprang um drei Komma acht Prozent.

„Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie die Märkte reagieren könnten, falls der Krieg sehr bald endet. Haben die Kurse noch weiteres Erholungspotenzial, wenn sich die Stimmung weiter verbessert? Die Antwort lautet mit großer Wahrscheinlichkeit: ja“, so Mathews weiter.

Am Rohstoffmarkt verteuert sich Gold um rund ein Komma vier Prozent auf etwa 4 730 Dollar je Feinunze. Silber gibt dagegen um ungefähr ein Prozent nach und kostet rund 74,3 Dollar je Unze.

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