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Hoffnung auf Öffnung der Straße von Hormus treibt Aktien, Öl bleibt über 100 Dollar

Händler Joseph Stevens (links) arbeitet am Dienstag, dem fünften Mai zweitausendsechsundzwanzig, auf dem Parkett der New York Stock Exchange.
Händler Joseph Stevens (links) arbeitet am Parkett der New York Stock Exchange, Dienstag, dem fünften Mai zweitausendsechsundzwanzig. Copyright  AP Photo
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Von Doloresz Katanich mit AP
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Asiens Börsen klettern auf Rekordstände, gestützt von Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs. Brent-Öl bleibt über hundert Dollar je Barrel, die Märkte bleiben wegen Energie- und geopolitischen Risiken vorsichtig.

Die Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag kräftig zugelegt. In Tokio sprang der Leitindex Nikkei 225 um fünf Komma sieben Prozent auf ein neues Rekordhoch im Tagesverlauf. Anleger setzten auf Signale für ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das Öltankern wieder die Passage durch den Persischen Golf ermöglichen könnte.

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Der faktische Stillstand der Schifffahrt in der Region seit Beginn des Konflikts hat die weltweiten Ölströme massiv durcheinandergebracht. Das treibt die Inflation an und lässt Preise rund um den Globus steigen.

Bereits am Mittwoch hatten die Börsen Rückenwind bekommen, nachdem Donald Trump angedeutet hatte, ein Durchbruch im Streit mit dem Iran stehe kurz bevor. Die Äußerungen nährten die Hoffnung auf eine baldige Entspannung des Konflikts.

Die Ölpreise stabilisierten sich nach dem heftigen Ausverkauf vom Mittwoch. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 51 Cent auf 101,78 US-Dollar je Barrel, die US-Referenzsorte WTI legte um 55 Cent auf 95,63 Dollar zu. Am Vortag war der Ölpreis noch um fast acht Prozent abgestürzt. Gleichzeitig hatten Aktien weltweit zugelegt, befeuert von der Hoffnung auf eine baldige Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus.

Die Zuversicht blieb allerdings verhalten, denn die Spannungen halten an. Ein US-Militärschlag gegen einen iranischen Öltanker im Golf von Oman verdeutlichte, wie stark Washington den Druck auf Teheran erhöht, um eine Einigung zu erzwingen.

Börsen setzen Rally fort

In Tokio stieg der Nikkei 225 um 3.402 Punkte auf 62.915,87 Zähler, nachdem der Handel nach der Golden-Week-Pause wieder aufgenommen wurde. Damit setzte der Leitindex eine kräftige Rally fort: In den vergangenen drei Monaten kletterte er um rund 18 Prozent, im Jahresvergleich sogar um fast 73 Prozent. Treiber sind vor allem Technologieaktien, die vom Boom rund um Künstliche Intelligenz profitieren.

In Hongkong legte der Hang-Seng-Index um ein Komma drei Prozent auf 26.559,86 Punkte zu. In Australien gewann der S&P/ASX 200 knapp ein Prozent und schloss bei 8.870,70 Punkten, in Taiwan stieg der TAIEX um gut zwei Prozent. In Südkorea hingegen gab der KOSPI um null Komma vier Prozent auf 7.353,08 Punkte nach, weil Anleger nach dem fast siebenprozentigen Kurssprung vom Vortag Gewinne mitnahmen. Am Dienstag war der Index erstmals über die Marke von 7.000 Punkten geklettert.

Auch die europäischen Börsen steuern auf einen freundlichen Handelsstart zu. Terminkontrakte auf den Euro Stoxx 50 lagen noch vor sieben Uhr MEZ leicht im Plus und signalisierten anhaltend gute Stimmung.

An den US-Börsen hielten sich die Kurse am Mittwoch trotz des Konflikts stabil; die Aktien zeigten sich robust, gestützt von einem starken Auftakt der Berichtssaison 2026. Der S&P 500 stieg um ein Komma fünf Prozent auf ein neues Rekordhoch, der Dow Jones Industrial Average legte um ein Komma zwei Prozent zu und der Nasdaq Composite gewann zwei Prozent.

Zu den auffälligen Gewinnern zählte Advanced Micro Devices mit einem Kurssprung von 18,6 Prozent, nachdem der Chipkonzern die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen hatte. Super Micro Computer schnellte um 24,5 Prozent nach oben, ebenfalls dank besserer Zahlen als prognostiziert. NVIDIA, weithin als Symbol des KI-Booms gesehen, legte um fünf Komma sieben Prozent zu und trug wegen seiner hohen Marktkapitalisierung am stärksten zum Anstieg des S&P 500 bei.

Außerhalb des Technologiesektors gewann CVS Health sieben Komma sechs Prozent, nachdem der Konzern seine Jahresprognose angehoben hatte. Die Walt Disney Company stieg um sieben Komma fünf Prozent, nachdem das Unternehmen mitteilte, die Vorfreude auf „Zootopia 2“ habe die Nachfrage in den Sparten Streaming, Freizeitparks und Kreuzfahrten angekurbelt.

Am Devisenmarkt gab der US-Dollar leicht nach auf 156,32 japanische Yen nach zuvor 156,40 Yen. Der Euro legte etwas zu und kostete 1,1756 US-Dollar nach 1,1747 Dollar. Der Goldpreis notierte im frühen europäischen Handel leicht höher bei 4.706,70 Dollar je Feinunze.

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