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Anleger blicken über Magnificent Seven hinaus: Wall Street entdeckt FAB 10

Gwynne Shotwell, Präsidentin und COO von SpaceX, feiert mit Kolleginnen und Kollegen beim Glockenläuten zum Börsengang im Nasdaq MarketSite in New York am zwölften Juni 2026.
SpaceX-Präsidentin und COO Gwynne Shotwell feiert mit Kolleginnen und Kollegen beim Glockenläuten zum SpaceX-Börsengang an der Nasdaq in New York am zwölf. Juni 2026 Copyright  AP Photo/Frank Franklin II
Copyright AP Photo/Frank Franklin II
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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SpaceX feiert einen Rekord-Börsenstart und zwingt Wall Street zum Umdenken. Strategen erweitern die bisherige „Magnificent 7“ zur „FAB 10“, inklusive SpaceX, OpenAI und Anthropic als neuem Kern der KI-Wette.

Das berühmteste Börsensiegel der Wall Street könnte aus der Zeit gefallen sein.

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Die „Magnificent 7“ oder „Mag 7“ prägten die erste Phase der KI-Rally, dazu zählen Nvidia, Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta und Tesla. Nun macht unter Anlegern, die auf die nächste Etappe setzen, jedoch eine neue Gruppe die Runde.

Nach dem Börsendebüt von SpaceX wollen Analysten Elon Musks Unternehmen sowie OpenAI und Anthropic, die voraussichtlich noch in diesem Jahr an die Börse gehen, einem neuen Börsensiegel hinzufügen.

Der britische Finanzdienstleister Vanda Research prägte dafür den Begriff „FAB 10“. Er steht für Frontier AI & Big Tech 10 und fasst die ursprünglichen sieben Konzerne der „Mag 7“ mit den drei neuen Börsenlieblingen zusammen.

Nach Angaben von Vanda lieferte der SpaceX-Börsengang am vergangenen Freitag das bislang deutlichste Signal, dass der Blick über die „Magnificent 7“ hinausgeht.

Nach einem Montagsschlusskurs von mehr als 192 Dollar je Aktie ist Elon Musks Raumfahrt- und KI-Konzern nun das sechstwertvollste Unternehmen der Welt nach Börsenwert.

Neues Kürzel: Was der Begriff umfasst

Der Begriff „Magnificent 7“ stammt aus dem Spätherbst 2023 und geht auf Michael Hartnett zurück. Er suchte ein Schlagwort für die Mega-Cap-Aktien, die die Börse auf Rekordstände trieben.

Zusammen bringen sie es inzwischen auf rund 22,6 Billionen Dollar (19,5 Billionen Euro). Nvidia allein ist mit mehr als 5 Billionen Dollar (4,33 Billionen Euro) das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt.

Die drei Neulinge stehen für eine andere Facette desselben KI-Booms.

SpaceX deckt Luft- und Raumfahrt sowie Satelliteninternet über die Sparte Starlink ab. OpenAI und Anthropic gehören zu den führenden Entwicklern sogenannter Frontier-KI-Modelle.

Nach Einschätzung von Vanda zeigen die zehn Konzerne gemeinsam, wohin sich die KI- und Tech-Branche im kommenden Jahrzehnt bewegt.

Ein Haken an dem Etikett: Zwei der Neuzugänge sind noch nicht börsennotiert.

OpenAI und Anthropic sind weiterhin privat, haben aber Unterlagen für einen Börsengang noch in diesem Jahr eingereicht, möglicherweise zu Bewertungen von jeweils mehr als eine Billion Dollar (861 Milliarden Euro). Damit taugt „FAB 10“ vorerst eher als Schlagwort denn als handelbarer Aktienkorb.

OpenAI-Chef Sam Altman nimmt am Spatenstich für das Rechenzentrum Barn in Saline Township im US-Bundesstaat Michigan am ersten Juni 2026 teil
OpenAI-Chef Sam Altman nimmt am Spatenstich für das Rechenzentrum Barn in Saline Township im US-Bundesstaat Michigan am ersten Juni 2026 teil Jacob Hamilton/Ann Arbor News via AP

Der Begriff „FAB 10“ ist zudem nicht der einzige Vorschlag.

Die Bank of America bringt mit „AI Big 10“ ein anderes Etikett ins Spiel. Dort kommen stattdessen die Chipkonzerne Broadcom, Advanced Micro Devices (AMD) und Micron hinzu – ein Spiegel der Rally bei Halbleiterwerten.

Andere schlagen kleinere Gruppen vor, etwa das Konkurrenzkürzel „MANGOS“, das aufgetaucht ist und Meta, Anthropic, Nvidia, Google (Alphabet), OpenAI und SpaceX bündelt.

Strategen betonen, dass keiner dieser Namen das Ende der „Magnificent 7“ bedeutet. Die Gruppe steht weiterhin für rund ein Drittel des S&P-500-Index. Anleger verabschieden sich nicht von den ursprünglichen Titeln, sondern erweitern lediglich die Definition, wer die KI-Ära anführt.

Vanda formuliert es so: Die Gewinner des kommenden Jahrzehnts brauchen womöglich einfach ein größeres Zelt.

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