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Asiatische Börsen fallen wegen Chip-Sell-off, US-Arbeitsmarktdaten im Fokus

Devisenhändler arbeiten in der Zentrale der Hana Bank in Seoul vor einer Anzeigetafel mit dem Korea Composite Stock Price Index (KOSPI), Südkorea, 1. Juli 2026
Devisenhändler arbeiten in der Zentrale der Hana Bank in Seoul, Südkorea, vor einem Bildschirm mit dem Korea Composite Stock Price Index (KOSPI), am ersten Juli 2026. Copyright  AP Photo/Ahn Young-joon
Copyright AP Photo/Ahn Young-joon
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Asiens Börsen geben am Donnerstag nach. Ein Ausverkauf bei Chipwerten greift auf die Region über. Europas Märkte starten stabil, US-Futures leicht im Minus vor dem wichtigen Arbeitsmarktbericht.

Die meisten Börsen in Asien haben am Donnerstag nachgegeben. Eine Verkaufswelle bei Halbleiterwerten drückte die Kurse. In Europa verlief der Handelsauftakt verhalten, und an der Wall Street deuten die Futures vor wichtigen US-Arbeitsmarktdaten auf einen Start im Minus hin.

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Belastet wurde vor allem der Technologiesektor. Anleger trennten sich von Chipwerten, die bislang einen Großteil der diesjährigen Rally getragen haben. Zugleich wächst die Sorge, dass die enormen Investitionen der Tech-Giganten in KI zu einem Überangebot am Markt führen könnten.

Südkoreas Leitindex Kospi traf es am stärksten: Er fiel um rund fünf Prozent, weil die großen Chiphersteller unter Druck gerieten. Der Speicher-Spezialist SK Hynix verlor fast acht Prozent, Samsung Electronics mehr als sechs Prozent.

In Tokio gab der Nikkei 225 etwa eineinhalb Prozent nach. Der Ausrüster Tokyo Electron büßte rund 5,6 Prozent ein. In Taiwan sank der Taiex um 1,1 Prozent, während TSMC, der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips, 1,8 Prozent verlor.

Zuvor hatten Chipwerte bereits in New York einen schwachen Handelstag hinter sich. Am Mittwoch stürzte Micron Technology um mehr als 10 Prozent ab, Intel verlor rund 9 Prozent.

Die Rückschläge stehen im starken Kontrast zu dem bislang glänzenden Jahr für asiatische Techwerte. Kospi und Nikkei liegen im laufenden Jahr 2026 immer noch etwa 85 Prozent beziehungsweise 34 Prozent im Plus.

An der Börse in Hongkong legte der Hang-Seng-Index hingegen um rund 0,8 Prozent zu. Rückenwind kam von BYD: Die Aktie des Elektroauto-Herstellers sprang um 8,7 Prozent, nachdem das Unternehmen den zweiten Monat in Folge steigende Verkaufszahlen meldete. In Indien gewann der Sensex 0,5 Prozent.

In Europa starteten die Märkte nahezu unverändert. Der Euro Stoxx 50 und der breite, paneuropäische Stoxx 600 bewegten sich zu Beginn des Donnerstags jeweils innerhalb einer Schwankungsbreite von 1 Prozent.

Der britische Leitindex FTSE 100, Deutschlands DAX 30, Frankreichs CAC 40 und Spaniens IBEX 35 lagen jeweils zwischen 0,1 und 0,3 Prozent im Plus.

Italiens FTSE MIB führte das Feld an und stieg um etwa 0,4 Prozent.

Ölpreis fällt weiter: US-Arbeitsmarkt im Fokus

Die Ölpreise gaben erneut nach und fielen unter das Niveau, das sie vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar erreicht hatten. Zugleich wächst die Hoffnung, dass die Lieferungen durch die Straße von Hormus Schritt für Schritt wieder anziehen.

Die Nordseesorte Brent, der internationale Referenzwert, verbilligte sich um rund 1 Prozent auf etwa 70,89 Dollar je Barrel. WTI, die US-Sorte, rutschte um 3 Prozent auf ungefähr 69 Dollar.

Der Blick der Märkte richtet sich nun auf die USA. Die Futures auf US-Aktienindizes gaben vor dem Arbeitsmarktbericht für Juni leicht nach. Der Bericht erscheint einen Tag früher, weil am Freitag der Unabhängigkeitstag gefeiert wird.

Von Dow Jones befragte Ökonomen rechnen damit, dass im vergangenen Monat rund 115.000 neue Stellen geschaffen wurden.

Die Zahl bekommt unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh besonderes Gewicht. Viele Anleger fürchten, dass ein sehr robustes Ergebnis das Argument stärkt, die Zinsen noch länger auf dem aktuellen, vergleichsweise hohen Niveau zu halten.

Ökonomen des Analysehauses Capital Economics erwarten zwar, dass die Nachfrage nach KI weiter wächst, allerdings langsamer, als viele Marktteilnehmer hoffen. Diese Einschätzung trug dazu bei, die Stimmung gegenüber dem Sektor zu dämpfen.

Weitere Quellen • AP

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