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Digitaler Euro: EU startet letzte Verhandlungsrunde

Die Sonne spiegelt sich im Turm der Europäischen Zentralbank durch das EZB-Logo in Frankfurt am Main am Donnerstag, dem sechsten August 2009.
In Frankfurt spiegelt sich die Sonne im Turm der Europäischen Zentralbank und im EZB-Logo, am Donnerstag, dem sechsten August 2009. Copyright  AP Photo/Daniel Roland
Copyright AP Photo/Daniel Roland
Von Eleonora Vasques
Zuerst veröffentlicht am
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Europaparlament und EU-Staaten gehen in die Schlussrunde der Verhandlungen über den digitalen Euro. Streitpunkte sind Gebührenverteilung und Entschädigung von Banken und Zahlungsdiensten.

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag in Straßburg seine Verhandlungsposition zum digitalen Euro festgelegt. Die Abgeordneten der EU sind nun bereit, mit den Regierungen der Mitgliedstaaten darüber zu verhandeln, wie der digitale Euro konkret funktionieren soll.

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Der digitale Euro wäre eine elektronische Form von Zentralbankgeld, ausgegeben und garantiert von der Europäischen Zentralbank (EZB). Er soll Bargeld und die bestehenden Bankdienstleistungen ergänzen, nicht verdrängen.

Verbraucherinnen und Verbraucher könnten digitale Euro in einer speziellen Geldbörse halten. Für diese Guthaben soll es jedoch noch eine Obergrenze geben, über die erst entschieden wird.

Das System soll Zahlungen sowohl online als auch offline ermöglichen. Es ist darauf ausgelegt, ein hohes Maß an Privatsphäre zu bieten, sodass die EZB Nutzerinnen und Nutzer nicht direkt über ihre Zahlungsdaten identifizieren kann.

Die EZB würde die technische Basis bereitstellen. Geschäftsbanken und Zahlungsdienstleister sollen darauf aufbauend Dienstleistungen rund um den digitalen Euro für ihre Kundschaft anbieten.

Nach Angaben von drei an den Gesprächen beteiligten Quellen gilt das „Vergütungsmodell“ als heikelster Punkt.

Dabei geht es darum, welche Finanzinstitute entschädigt werden sollen, in welcher Höhe und auf welchem Weg die Zahlungen für die Bereitstellung von Dienstleistungen rund um den digitalen Euro erfolgen.

Ein weiterer zentraler Streitpunkt ist die Verteilung der Gebühren entlang der gesamten Zahlungskette. Händlerinnen und Händler sollen voraussichtlich weniger Gebühren zahlen als derzeit bei Kartenzahlungen.

Die intensivsten Verhandlungen werden für diesen Herbst erwartet. Die endgültige Zustimmung soll bis zum Jahresende vorliegen.

Der digitale Euro könnte ab 2029 für Zahlungen im Alltag zur Verfügung stehen, nach einem Pilotprojekt, das 2027 starten soll.

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