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Ölpreise steigen weiter: Kämpfe im Nahen Osten treiben Kosten

Zwei Männer waten in der Straße von Hormus, im Hintergrund liegen Schiffe vor Anker vor Bandar Abbas im Iran, am Sonntag, dem zwölf. Juli 2026.
Zwei Männer waten in der Straße von Hormus, im Hintergrund liegen Schiffe vor Bandar Abbas im Iran, Sonntag, zwölf. Juli 2026 Copyright  AP Photo
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Von Angela Barnes
Zuerst veröffentlicht am
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Die Ölpreise sind am frühen Dienstag gestiegen, parallel dazu nahmen die Kämpfe im Nahen Osten zu. Asiatische Börsen gaben nach, gebremst von Verlusten bei KI-Werten.

Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent ist auf gut 84 Dollar je Barrel gestiegen, nachdem er am Montag bereits um fast zehn Prozent zugelegt hatte. Die US-Referenzsorte WTI verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 79,20 Dollar je Barrel.

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Die Ölpreise liegen damit noch deutlich unter ihrem Höchststand aus Kriegszeiten von knapp 120 Dollar je Barrel. Zugleich wächst die Unsicherheit über die Stabilität der Lieferwege: Sowohl die USA als auch der Iran beanspruchen die Kontrolle über die Straße von Hormus für sich.

Terminkontrakte auf US-Aktien lagen 0,3 Prozent im Minus. Die USA flogen weitere Angriffe auf Ziele im Iran, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, Washington setze eine Blockade des Landes in der Meerenge wieder in Kraft.

Die Kämpfe in der Region hindern Öltanker daran, die Wasserstraße zu nutzen. Lieferungen aus dem Persischen Golf bleiben aus, die Treibstoffpreise weltweit steigen.

Asien-Pazifik-Börsen geben nach

Im asiatischen Handel gab der Nikkei 225 in Tokio um ein Prozent auf 66.574,96 Punkte nach, der südkoreanische Kospi verlor 3,2 Prozent auf 6.589,37 Zähler.

Der Shanghai Composite ging um 0,8 Prozent auf 3.884,32 Punkte zurück, obwohl die Regierung meldete, dass Chinas Exporte im Juni um 27 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Auslöser ist die starke Nachfrage nach Computerchips und anderer Technologie durch den Boom der Künstlichen Intelligenz.

In Hongkong legte der Hang-Seng-Index leicht um 0,1 Prozent auf 24.230,46 Punkte zu. In Australien verlor der S&P/ASX 200 dagegen 0,5 Prozent auf 8.767,00 Zähler.

An der Wall Street sank der S&P 500 am Montag um 0,8 Prozent. Zuvor hatte der Leitindex in vier der letzten fünf Wochen Gewinne verbucht. Der Dow Jones Industrial Average gab 0,3 Prozent nach, der technologielastige Nasdaq Composite verlor 1,6 Prozent.

Halbleiterwerte wie Micron Technology gehörten zu den größten Verlierern. Micron büßte 4,4 Prozent ein und verringerte damit einen zuvor beeindruckenden Jahresanstieg von 243,1 Prozent.

An den Märkten wächst die Sorge, dass die Kurse zu stark gestiegen sind und die Nachfrage nicht anhalten wird, falls KI nicht so viel Gewinn und Produktivität bringt wie erwartet.

Nvidia verlor 3,5 Prozent. Der Konzern ist dank der Euphorie um KI inzwischen das wertvollste Unternehmen an der Wall Street und belastete den S&P 500 so stark wie kein anderes Papier.

Anleger blicken auf Quartalszahlen

In dieser Woche konzentriert sich ein Großteil der Aufmerksamkeit an der Wall Street auf die Geschäftsberichte der Unternehmen. Am Dienstag legen allein Bank of America, Citigroup, JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Wells Fargo ihre neuesten Quartalszahlen vor.

Analysten erwarten, dass die Unternehmen im S&P-500-Index ihre Gewinne im Jahresvergleich insgesamt um 23,6 Prozent steigern, so Daten des Finanzdienstleisters FactSet. Sollte sich die Prognose bewahrheiten, wäre es das zweite Quartal in Folge mit einem Plus von mehr als 20 Prozent.

Unternehmen aus vielen Branchen müssen kräftiges Wachstum vorlegen, um die deutlichen Kurssprünge ihrer Aktien zu rechtfertigen. Die großen Indizes bewegen sich trotz der jüngsten Schwankungen nahe an Rekordständen, die vor allem mit der hohen Bewertung von KI-Werten zusammenhängen.

Teureres Öl würde die Inflation anheizen. Die US-Notenbank Federal Reserve und andere Zentralbanken könnten dann gezwungen sein, die Zinsen weiter anzuheben. Höhere Zinsen dämpfen zwar die Teuerung, bremsen aber auch die Konjunktur und setzen die Preise vieler Anlageklassen unter Druck.

In frühen Devisenmarktgeschäften am Dienstag fiel der US-Dollar auf 162,34 japanische Yen nach zuvor 162,35 Yen. Der Euro stieg von 1,1381 auf 1,1391 Dollar.

Weitere Quellen • AP

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