Les Bleus vor WM-Spiel gegen Irak: Team setzt auf neuen Soundtrack, der bereits viele Musikfans begeistert und für Stimmung sorgt.
Die K.-o.-Phase der WM 2026 rückt näher. In der Zwischenzeit müssen sich die Fans an zahlreiche neue Regeln gewöhnen.
Es sind elf Änderungen: Maßnahmen, die Zeit sparen sollen, zeitlich begrenzte Auswechslungen, deutlich mehr Eingriffe des Video Assistant Referee (VAR) und eine besonders umstrittene Vorschrift. Sie erlaubt es Schiedsrichtern, einen Spieler vom Platz zu stellen, wenn dieser sich in einer Konfrontation mit einem Gegenspieler die Hand vor den Mund hält.
Die Regel soll verhindern, dass Profis Beleidigungen verbergen. Miguel Almiron hat das schmerzhaft zu spüren bekommen: In der ersten Halbzeit von Paraguays Sieg gegen die Türkei am vergangenen Freitag sah er die Rote Karte, weil er beim Reden mit einem Gegenspieler seinen Mund verdeckte. Er ging damit unglücklich in die WM-Geschichte ein, als erster Spieler, der aus diesem Grund ausgeschlossen wurde – obwohl niemand behauptet hat, Almiron habe Schimpfwörter oder unangemessene Ausdrücke benutzt.
Es gibt aber auch angenehme Neuerungen. Eine davon: Die Länder dürfen ihre eigene Tor-Musik auswählen.
Die Teams können personalisierte Songs einreichen, die nach Treffern und in anderen Schlüsselmomenten der Partie über die Lautsprecher laufen.
England setzt auf den Track „Chase the Sun“ von Planet Funk. Schottland nutzt „I’m Gonna Be (500 Miles)“ von The Proclaimers. Brasilien hat klassische Samba-Stücke wie „Esquentado O Couro“ gewählt. Südkorea hat sich für „JUMP“ von BLACKPINK entschieden. Australien geht den Rock-Weg mit „Thunderstruck“ von AC/DC. Die Schweiz vertraut auf den bewährten Klassiker „Freed From Desire“ von Gala.
Eine Song-Auswahl sorgt allerdings weltweit für besondere Aufmerksamkeit: Frankreich hat sich für einen echten Electro-Klassiker entschieden, „One More Time“ von Daft Punk.
Die ikonische Single aus dem Jahr 2000, erschienen auf Daft Punks zweitem Album „Discovery“, lief gleich dreimal über die Stadionlautsprecher, als Frankreich am Dienstag, 16. Juni, mit einem 3:1 gegen Senegal ins Turnier startete.
Kennerinnen und Kenner der French-Touch-Bewegung hoffen, den Song heute noch einige Male zu hören. Frankreich trifft auf Irak.
26 Jahre nach ihrem Erscheinen sorgt die Nummer immer noch für Chor-Gesänge im ganzen Stadion. Die Streaming-Zahlen dürften im Laufe des Turniers weiter steigen.
Schon Anfang des Jahres hat Thomas Bangalter, eine Hälfte des Roboter-Duos Daft Punk, sein nächstes Projekt angekündigt: den Soundtrack für ein neues Ballett, „Mirage – Ballet For 16 Dancers“. Das Werk wird als „umfangreiches, atmosphärisches Stück elektronischer Minimalmusik“ beschrieben. Das Album ist am 5. Juni erschienen.
Die französische Nationalmannschaft, aktuell auf Platz zwei der Weltrangliste und Topfavorit auf den Titel, ist am Dienstag, 16. Juni, mit einem 3:1-Sieg gegen Senegal in die WM gestartet. Das zweite Spiel steht heute Abend um 23 Uhr MEZ in Philadelphia an – erneut gegen Irak.