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COP28-CEO hält Ausstieg aus fossilen Brennstoffen für unwahrscheinlich

Adnan Amin ist CEO der UN-Klimakonferenz in Dubai.
Adnan Amin ist CEO der UN-Klimakonferenz in Dubai. Copyright Joseph Frederick/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit AP
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Der COP28-CEO Adnan Amin hält einen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen für unwahrscheinlich. Dennoch zeigt er sich im Bezug auf die anstehende UN-Klimakonferenz optimistisch.

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Ein Planet mit sauberer Luft, der vor Artenvielfalt strotzt, auf dem der Klimawandel aufgehalten wurde. Das ist die Wunschvorstellung von Adnan Amin, dem CEO der COP28.

Hinter COP28-Präsident Ahmed Al Jaber ist er der zweitwichtigste Verantwortliche der anstehenden UN-Klimakonferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die beruflichen Hintergründe der beiden könnten wohl unterschiedlicher kaum sein: Al Jaber ist Geschäftsführer des staatlichen Ölkonzerns der Vereinigten Arabischen Emiraten, Amin hat die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (kurz IRENA) gegründet.

Amin warnt vor schwierigen Verhandlungen

Der aus Kenya stammende COP28-CEO verteidigt jedoch seinen Vorgesetzten und betont, dass dieser auch ein Unternehmen für erneuerbare Energien leite und essenziell für die Gründung der IRENA gewesen sei. Er werde seine Kritiker:innen überraschen.

Die Hoffnungen auf allzu große Bekenntnisse bei der UN-Klimakonferenz, die vom 30. November bis zum 12. Dezember in Dubai stattfinden wird, dimmt Amin derweil:

"Eine erhebliche Anzahl an Ländern lehnt den Begriff des Ausstiegs [aus fossilen Brennstoffen, Anm.d.Red.] ab. Der COP-Prozess funktioniert, und das ist, glaube ich, teil der Frustration über den COP-Prozess, über Einigkeit. Wenn nur ein Land nicht zustimmt, gibt es keine Einigung", erklärt er.

Aufgrund der Energiekrise und der Inflation sind zuletzt einige UN-Mitgliedstaaten bei der Energiewende zurückgerudert. Der COP28-CEO zeigt sich dennoch optimistisch:

"Ich hoffe, dass sie sagen werden: Wir hätten nicht gedacht, dass ein Prozess, den wir nur für 'bla bla' gehalten haben, ein solches Ergebnis erzielen könnte. Dabei war es genau die Kursanpassung, die die Welt gebraucht hat, um uns alle in diese komfortable Lage zu bringen."

Amin will mit der Jugend sprechen - und mit der Ölindustrie

Damit diese Kursanpassung gelingen kann, müssten sich die UN-Mitglieder allerdings auf harte Maßnahmen einigen. Einen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen hält Amin derzeit für unwahrscheinlich, eine Einigung auf eine Reduzierung sei allerdings möglich.

Expert:innen sehen im Ausstieg allerdings die einzige Möglichkeit, die globale Erwärmung auf einem beherrschbaren Niveau zu halten.

Amin verspricht, junge Menschen mehr in die Klimadebatten zu integrieren. Er verstehe die Angst und die Wut der jungen Generation. Es gehe um ihre Zukunft, weshalb sie bei den diesjährigen Verhandlungen eine größere Rolle spielen sollten, so Amin.

Allerdings plant er auch, mit der Öl- und Gasindustrie zu sprechen.

"Wir glauben, dass die Öl- und Gasindustrie Teil der Klimarechnung sein muss“, so Amin: „Wir stehen mit ihnen im Kontakt, um zu schauen, ob wir sie von einer schnelleren CO2-Reduzierung ihrer Tätigkeiten überzeugen können."

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