Klimaangst ist real. Wir erzählen die ermutigendsten Geschichten des Jahres. Sie zeigen: Es gibt Hoffnung fürs Klima. Ein Ausblick, der Mut macht.
Mächtige Staaten fahren den Klimaschutz zurück. Die Temperaturen klettern immer näher an gefährliche Schwellen. Da fällt es schwer, sich nicht um den Zustand des Planeten zu sorgen.
Für uns als Umweltjournalistinnen und -journalisten gehören Klimaangst, Klimadystopie und sogar existenzielle ökologische Sorge zum Alltag.
Diese Begriffe fassen negative Gefühle zusammen: Stress, Angst, Wut und Trauer. Sie holen uns ein, wenn die Realität einer sich erwärmenden Erde spürbar wird. Bei fast täglichen Meldungen über Zerstörung und Todesopfer durch Extremwetter entkommt man den Folgen des Klimawandels kaum.
Fachleute raten, sich nicht von Ohnmacht lähmen zu lassen, sondern diese Gefühle in Tatkraft zu verwandeln.
Bei Euronews Green wissen wir, dass wir eine zentrale Rolle dabei spielen, der Klimadüsternis entgegenzuwirken. Unsere Aufgabe ist es, wahrhaftig und präzise zu berichten, ohne zu beschönigen oder Greenwashing zu betreiben. Zugleich möchten wir Sie daran erinnern: Es gibt immer Hoffnung.
Deshalb pflegen wir seit vier Jahren eine Auswahl positiver Umweltmeldungen. Jedes Jahr berichten wir über Hunderte Gute-Nachrichten-Geschichten, von Öko-Innovationen und grünen Durchbrüchen bis zu Klimaerfolgen und Wohlfühlmomenten aus der Natur.
Hier sind die bislang besten positiven Geschichten dieses Jahres: die kleinen und lokalen, die skurrilen, die uns zum Lächeln gebracht haben, und die großen mit weltveränderndem Potenzial.
Wenn Sie auf eine gute, positive Geschichte gestoßen sind, die wir noch nicht hatten, schreiben Sie uns gern auf Instagram oder X und teilen Sie Ihre Ideen.
Positive Umweltgeschichten aus dem Januar 2026
Wir haben die Kraft von kohlenstoffbindenden Pilzen vernachlässigt. Lernen Sie die Wissenschaftlerin kennen, die das ändern will
Ein „unsichtbarer“ Schlüssel im Kampf gegen die Klimakrise rückt in den Mittelpunkt, seit die Evolutionsbiologin Dr. Toby Kiers den Tyler Prize for Environmental Achievement 2026 gewonnen hat.
Der Preis gilt oft als „Nobelpreis“ fürs Klima. Er würdigt „herausragende“ wissenschaftliche Arbeit in Umweltwissenschaft, Gesundheit und Energie, die der Menschheit zugutekommt. Das Preisgeld beträgt 250.000 US-Dollar (rund 215.000 Euro).
Wie die Korallenriffe der Ozeane zur Geheimwaffe gegen weltweite Ernährungsunsicherheit werden könnten
Korallenriffe könnten entscheidend dazu beitragen, den weltweiten Hunger zu bekämpfen und die Ernährungslage zu verbessern.
Neue Forschung des Smithsonian Tropical Research Institute (STRI) zeigt: Bestände an Korallenfischen lassen sich wieder aufbauen und auf einem „nachhaltigen Niveau“ bewirtschaften. Das ist weiterhin machbar und könnte Unterernährung lindern. Mancherorts gelingt das in nur sechs Jahren.
Eine seltene Walart verzeichnet eine ermutigende Saison mit Geburten
Eine der seltensten Walarten der Welt bringt in diesem Jahr mehr Junge zur Welt als in manchen jüngeren Saisons. Fachleute mahnen jedoch: Es braucht deutlich mehr Nachwuchs, um das Aussterben abzuwenden.
Der Bestand des Nordatlantischen Glattwals liegt Schätzungen zufolge bei 384 Tieren. Nach mehreren Jahren des Rückgangs steigt die Zahl langsam wieder.
Frankreichs Verbot von „Ewigkeitschemikalien“ tritt in Kraft. Das ändert sich
Das Verbot von „Ewigkeitschemikalien“ in Frankreich ist am ersten Januar in Kraft getreten, nachdem die Sorge über die gesundheitlichen Folgen dieser langlebigen Schadstoffe gewachsen war.
Das wegweisende Gesetz wurde am 20. Februar 2025 verabschiedet, nachdem mehr als 140.000 Bürgerinnen und Bürger ihre Abgeordneten zum Verbot aufgefordert hatten.