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Portugal: Regierung empfiehlt 72-Stunden-Notfallkit gegen Sturm Leonardo

Portugal bereitet sich auf Sturmtief Leonardo und Dauerregen vor
Portugal bereitet sich auf Sturmtief Leonardo und Dauerregen vor Copyright  AP Photo
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Von Inês dos Santos Cardoso
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Angesichts eines weiteren Sturms in Portugal rät die portugiesische Gendarmerie (GNR) der Bevölkerung, sich mit einer Notfallausrüstung für 72 Stunden einzudecken. Für die westlichen Azoren gilt die Alarmstufe Rot.

Die Winterstürme in Portugal bleiben: Nach dem Sturmtief Kristin bereitet sich das Land auf die Ankunft des Tiefs Leonardo vor, das schwere und sehr lang anhaltende Regenfälle verursachen könnte.

Das neue Tiefdruckgebiet wird voraussichtlich am kommenden Dienstag auf portugiesischen Boden treffen. Angesichts dieses Szenarios hat die Nationale Republikanische Garde (GNR) zum Schutz der Bevölkerung und zur Vermeidung ähnlicher Folgen wie bei früheren Stürmen eine Reihe von Empfehlungen herausgegeben, darunter die Vorbereitung eines 72-Stunden-Notfallkits.

Was sollte die Notfallausrüstung enthalten?

Zu den Bestandteilen der Notfallausrüstung, die Selbstversorgung für mindestens 72 Stunden gewährleisten soll, gehören Trinkwasser, nicht verderbliche Lebensmittel für drei Tage, eine Taschenlampe, ein batteriebetriebenes Radio, eine Powerbank zum Aufladen elektronischer Geräte, persönliche Hygieneartikel, Müllsäcke, eine Pfeife, ein Taschenmesser, Bargeld, eine Landkarte, ein Erste-Hilfe-Kit, wichtige Medikamente, Kleidung, festes Schuhwerk, eine Decke und eine Kopie aller wichtigen Dokumente, die in einer wasserdichten Tasche aufbewahrt werden sollten.

Die GNR rät der Bevölkerung außerdem, stets die Anweisungen der Behörden und des Katastrophenschutzes zu befolgen und sich nicht instabilen Bäumen, beschädigten Bauwerken, umgestürzten Stromleitungen oder als gefährlich gekennzeichneten Gebieten zu nähern.

Bei Arbeiten in der Höhe, z. B. beim Besteigen von Dächern, sollten Portugiesen besondere Vorsicht walten zu lassen und für angemessene Sicherheitsbedingungen sorgen. Auch für die sichere Nutzung von Kaminen, Öfen und anderen Heizsystemen ist zu sorgen, indem sie für eine angemessene Belüftung, die Reinigung der Schornsteine und das vollständige Löschen der Glut vor dem Schlafengehen sorgen.

Generatoren dürfen ausschließlich außerhalb der Wohnung und nicht in der Nähe von Türen und Fenstern verwendet werden, um die Ansammlung giftiger Gase zu vermeiden. Häuser, insbesondere solche, die vorübergehend unbewohnt sind, sind genau zu beobachten und jede verdächtige Situation sofort den Sicherheitskräften zu melden.

Erste Auswirkungen von Leonardo am Nachmittag spürbar

Die ersten Auswirkungen des Sturmtiefs Leonardo werden für den heutigen Dienstagnachmittag erwartet, "zunächst mit der Annäherung eines damit verbundenen Frontensystems an den Baixo Alentejo und der Algarve", so das Portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA), mit "anhaltenden und teilweise starken Niederschlägen und Windböen von bis zu 75 Stundenkilometern an der Küste südlich von Kap Mondego und 95 Stundenkilometern im Hochland".

Am Mittwoch wird sich das Frontensystem auf die anderen Regionen des Kontinents ausdehnen. Es wird erwartet, dass in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die stärksten Niederschläge und der stärkste Wind auftreten werden, so die IPMA.

Sie gab wegen der vorhergesagten starken, anhaltenden Regenfälle und des Sturms für mehrere Bezirke eine gelbe Warnung für diese und die kommende Nacht sowie Donnerstag tagsüber heraus. Es werdenBöen von bis zu 80 km/h vorhergesagt, in den Bergen sogar bis zu 95 km/h.

Mehrere Bezirke unter oranger Warnung

Aufgrund von Schneefällen oberhalb von 800 bis 1.000 Metern bis 18 Uhr an diesem Dienstag hat die IPMA für die Bezirke Viseu, Porto, Guarda, Vila Real, Viana do Castelo, Aveiro, Castelo Branco, Coimbra und Braga eine orangefarbene Warnung ausgegeben.

Für die Bezirke Porto, Faro, Setúbal, Viana do Castelo, Lissabon, Leiria, Beja, Aveiro, Coimbra und Braga gilt bis Mitternacht und am Donnerstag zwischen 12:00 und 19:00 Uhr ebenfalls eine orangefarbene Warnung vor Wellengang. Für den Nordwesten werden Wellen von 5 bis 6 Metern vorhergesagt, die eine maximale Höhe von elf Metern erreichen können.

Azoren mit roter Warnung

Für die Inseln der westlichen Azorengruppe gilt seit Montag bis Mittwoch eine rote Warnung, für die Inseln der mittleren und östlichen Gruppe aufgrund von Seeturbulenzen eine orangefarbene Warnung. Die rote Warnung wird nur bei extremem Wetterrisiko ausgegeben.

Auch die Windböen werden nicht nachlassen und könnten in den westlichen Insel-Gruppen 110 km/h und in der östlichen Gruppe 100 km/h erreichen.

Für Madeira gilt am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr eine orangefarbene Warnung wegen Seeturbulenzen. Es werden Wellen von 5 bis 7 Metern Höhe erwartet, maximal von 12 Metern Höhe.

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