Tate Britain präsentiert Turner-Preis Nominierte

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Von Euronews
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Keine Gemälde, keine Skulpturen - alle vier Künstler sind für die diesjährige Turner Prize-Arbeit mit bewegten Bildern in die engere Wahl gekommen, so dass kein Bilderrahmen in Sichtweite ist.

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Die Tate Britain zeigt die Arbeiten der diesjährig Nominierten für den Turner-Preis.

Experimentelle Videokunstwerke dominieren den seit Mitte der 80er Jahre jährlich vergebenen britischen Kunstpreis. Nominiert sind: Naeem Mohaiemen, Luke Willis Thompson, Forensic Architecture und Charlotte Prodger. Alle vier arbeiten mit bewegten Bildern, vom 35-Millimeter-Film bis zum mit dem Smart-Phone gedrehten Film.

Linsey Young, Kuratorin für zeitgenössische britische Kunst an der Tate Britain:

"Die Künstler repräsentieren das Beste, was in der zeitgenössischen Kunst passiert. Sie thematisieren Politik, sie reden über queere Identität, über Rassenpolitik, über wirklich dringende Dinge, wo wir als Gesellschaft gerade jetzt hinschauen müssen."

Der an einen in Großbritannien lebenden Künstler unter 50 Jahren verliehene Preis löst oft heftige Diskussionen über den Wert moderner Kunst aus - gerahmte Bilder sind auch dieses Jahr nicht zu finden. Vier Stunden braucht man in der Ausstellung, will man alle Filminstallationen sehen. Der Gewinner wird Anfang Dezember bekannt gegeben; die Ausstellung in der Tate Britan in London läuft bis zum 6. Januar.

Forensic Architecture: Die Arbeit von Forensic Architecture, einem interdisziplinären Team, das Architekten, Filmemacher, Juristen und Wissenschaftler umfasst, nutzt die gebaute Umgebung als Ausgangspunkt für Untersuchungen zu Menschenrechtsverletzungen.

Naeem Mohaiemen: In seiner Arbeit, die Filme, Installationen und Essays umfasst, untersucht er die transnationale linke Politik in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, das Erbe der Dekolonisierung und das Löschen und Umschreiben von Erinnerungen an politische Utopien.

Charlotte Prodger: Sie arbeitet vorwiegend mit Bewegtbild, Skulptur, Schrift und Performance. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit Fragen zu queerer Identität, Landschaft, Sprachtechnologie und Zeit.

Luke Willis Thompson: In seinen Arbeiten, die sich mit Film, Performance, Installation und Skulptur beschäftigen, geht es um traumatische Geschichten von Klasse, Rassen- und sozialer Ungleichheit, institutioneller Gewalt, Kolonialismus und Zwangsmigration.

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