ESC-Senkrechtstarter: Måneskin rocken Europa - und rühren Italien

Die ESC-Gewinner: Viele Menschen in Italien haben Hochachtung vor den ehemaligen Straßenmusikern
Die ESC-Gewinner: Viele Menschen in Italien haben Hochachtung vor den ehemaligen Straßenmusikern Copyright Peter Dejong/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Von Euronews mit dpa
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Die Rockband, deren Mitglieder auf einer beliebten Einkaufsstraße in Rom ihre Karriere begannen, lässt kaum jemand in Italien kalt. Schlechter als Deutschland schnitt in Rotterdam nur das Mutterland des Pop ab.

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**Der Rock` n`  Roll hat beim Eurovision Song Contest ein beeindruckendes Comeback gefeiert. Viva Italia! hieß es bei der Endausscheidung in Rotterdam nach dem mitreißenden Auftritt von Måneskin. **

Dank der Zuschauerstimmen landete der Song "Zitti e Buoni" vor der etwas weniger rockigen Konkurrenz der Nachbarn aus Frankreich und der Schweiz.

Deutschland spielte wieder einmal nur unter "ferner liefen" mit und bekam keine Zuschauerstimme. Die Quittung war der vorletzte Platz. Noch schlechter erging es nur dem Mutterland des Pop, Großbritannien, das Letzter wurde.

Eine Zuschauerin in Rotterdam sagte nach dem Event: "Es war echt großartig" Frage: "Was war der Höhepunkt?" Zuschauerin: "Definitiv die Gewinner. Und die Niederlande."

Ein Zuschauer meinte: "Ich fand die Ukraine sehr sehr gut. Die Zuschauenden waren offenbar anderer Meinung. Es ist großartig, hier zu sein. Und zu sehen, wie schön Europa sein kann, wenn es Europa ist."

Rom: Von der Straße zum Song-Olymp

Rom rieb sich am Morgen danach verwundert die Augen. Schließlich hatten Måneskin ihre ersten Schritte auf dem Weg zum Ruhm in der Via del Corso gemacht, einer beliebten Einkaufsstraße der Ewigen Stadt.

Dort sagte Rentnerin Annarita im Überschwang: "Das sind große Gefühle, weil Italien so viele Werte hat, die die Welt nicht kennt. Wir sind voller Ideen, Musik, Wissenschaftler, Mathematiker, schöner Dinge. Italien und jedes einzelne seiner Dörfer ist wundervoll. Das wird aber unglücklicherweise nicht anerkannt. Also ist es großartig, dass sie gewonnen haben."

Krankenschwester Claretta meinte: "Ich bin sehr bewegt, weil sie erst auf der Straße spielten, dann San Remo gewannen und nun die Eurovision. Wenn wir uns in ihre Lage versetzen, ist das, was sie gerade erleben, einfach verrückt. Ein unglaubliches Gefühl."

Zwei Jahre Durststrecke mussten Fans des Wettbewerbs pndemiebedingt überwinden. Doch das breite Spektrum der Darbietungen dürfte die meisten entschädigt haben. Die 66. Ausgabe des ESC findet dann aller Wahrscheinlichkeit nach im nächsten Jahr in Italien statt. Wenn nicht wieder was dazwischenkommt.

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